Skoda : Die volle Packung

Wasser, Farben, Wein und Blumen: Der neue Skoda Praktik sieht nicht nur gut aus, er schafft auch was weg.

Eric Metzler

Blickt man auf die letzten Neuerscheinungen, darf man annehmen, dass Skoda bei der Auswahl von Namens-Designern ein besonders glückliches Händchen hat. Während andere sich auf Wortungetüme wie Qashqai oder sinnentleerte Kürzel wie Cee’d versteigen, bleiben die Tschechen auf dem Teppich und geben den Autos schlichte Namen, die zugleich ein bisschen Programm sind: "Superb" gibt eine Ahnung vom noblen Charakter der Limousine; "Roomster" von den üppigen Platzverhältnissen im Van-artigen Kleinwagen. Von dem gibt es nun einen Ableger, der vor allem Handwerkern und Kleintransporteuren in den Ladekram passt: den Praktik.

Der kleine Lieferwagen erweitert das Angebot in einem hart umkämpften Segment, in dem sich Autos wie der Opel Combo, der VW Caddy und der Ford Tourneo Connect einen Namen gemacht haben. Alle leben vom Ruf ihrer Marke, alle kommen schlicht, aber ausreichend komfortabel für die Schlepperei im Alltag daher. Velours und Teppiche, wie sie in Kombis aller Klassen das Auge erfreuen, wären hier weder gewünscht noch sinnvoll; Hartplastik überall, wohin man fasst – beim Beladen ist weder Zeit für die sanfte Tour noch für das Säubern dreckiger Kisten und Kartons.

Verschiedene Stellen im Fahrzeughimmel

Von denen kann der Praktik in Litern gemessen 1900 durch die konventionelle Heckklappe aufnehmen, ein ordentlicher Wert, genauso wie die Nutzlast von mehr als einer halben Tonne. Die Ladekante könnte etwas niedriger sein. Der Boden ist so beschichtet, dass er schlimmstes Rutschen verhindert. Passiert es dennoch, schützt ein blechernes Gitter hinter den Vordersitzen vor dem dynamischen Eigenleben des Ladegutes. Es lässt sich an verschiedenen Stellen im Fahrzeughimmel einhängen; wählt man die vorderste Position, sollte man auf einen Beifahrer verzichten, weil sich dessen Sitz dann nur noch teilweise zurückschieben lässt.

Aus dem Regal des Roomster stehen zwei Benziner und zwei Diesel zur Wahl. Für die meisten Praktiker reicht der Selbstzünder mit 69 PS; in der Stadt kommt man mit dem vergleichsweise rauen Selbstzünder gut zurecht, eine Offenbarung an Durchzugskraft freilich ist er nicht. Wie beim Roomster ist die Verarbeitungsqualität ordentlich. Fahrer-, Beifahrer- und Seitenairbags sind Serie, ein dickes Plus. Auf seitliche Schiebetüren muss man verzichten. Das ist der einzig negative Posten im Erbe des Roomsters – der schönste ist die Linienführung.

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar