Skoda : Frisch geschminkt ins Gelände

In der Familie des Skoda Octavia bekommen nun auch die Modelle RS und Scout ihr Facelift.

Sven Jürisch

Für Skoda ist der Octavia ein Glücksfall. Das geräumige Auto verkauft sich auch in der dritten Generation blendend und macht, dank ausgereifter VW-Komponenten, keinen Ärger. So ist es auch nachvollziehbar, dass sich die letzte Produktpflegemaßnahme im Frühjahr im Wesentlichen mit dem Auffrischen der Optik befasste. Nun kommen die Spezialmodelle Scout und RS dran. Beide erhalten neu gestaltete Front- und Heckschürzen, einen modifizierten Kühlergrill und größere Scheinwerfer. Künftig können diese sogar um die Ecke leuchten, denn der sportliche Octavia RS verfügt nun serienmäßig über ein dynamisches Kurvenlicht samt effektheischenden Tagesfahrlichtleuchten in neuartiger LED-Technik.

Technisch hat sich bei den beiden Topversionen wenig geändert. Die Motoren orientieren sich am VW-Konzernangebot. So verrichten im Sportler RS wahlweise der Zweiliter-Vierzylinder-TFSI- Motor mit stolzen 200 PS oder aber der Zweiliter-Common-Rail Diesel mit 170 PS ihre Arbeit. Beide Aggregate erfüllen die Euro-5-Norm und warten mit für die Leistung zeitgemäßen Verbrauchswerten auf. Dank dem serienmäßigen Sechsgangschaltgetriebe oder dem optionalen DSG bereitet speziell die Benzinerversion mit ihrer gleichmäßigen und druckvollen Leistungsabgabe großen Fahrspaß. Der Diesel bedarf speziell in Verbindung mit dem Direktschaltgetriebe noch einiger Feinabstimmung, um dem Anspruch auf dynamische Fortbewegung gerecht zu werden. Das gilt auch für das Sportfahrwerk des RS. Mit diesem kann man zwar im Renntempo um die Ecken fegen, der Fahrkomfort leidet jedoch speziell in Verbindung mit den optionalen 18-Zoll-Rädern erheblich.

Gänzlich anderer Natur ist dagegen der allradangetriebene und höhergelegte Octavia Scout. Mit ihm reist es sich zwar nicht ganz so zügig, dafür aber eindeutig entspannter. Das Fahrwerk schluckt auch übelste Bodenverwerfungen, und die mit schwarzem Kunststoff umkleidete Karosse verzeiht auch den ein oder anderen Großstadtparkrempler. Ins Gelände kann der Scout auch, zumindest solange seine Reifen mitspielen und die Bodenfreiheit reicht. Mit den beiden offerierten Motoren, dem 1,8-Liter-TFSI mit 160 PS und dem bekannten 2,0-Liter-Pumpe-Düse- TDI mit 170 PS kann der Scout rundum überzeugen. Im Innenraum hielt sich Skoda bei der Aufwertung zurück. So hat man darauf verzichtet, einige arg kostengünstig produzierte Kleinteile zu ersetzen – darunter das wabbelige Brillenfach oder die an eine Schulaula erinnernden Verkleidungsstoffe des Kofferraums.

Mit rund 28 090 Euro bietet der Skoda 1,8 TFSI Scout einen preiswerten Einstieg in das Offroadsegment. Der Diesel kommt 1 400 Euro teurer, erreicht aber nur die Euro-4-Abgasnorm. Für den als Limousine und als Kombi erhältlichen Sportler RS sind mindestens 29 230 Euro (RS Kombi 2,0 TFSI) zu bezahlen. Der Diesel mit dem Direktschaltgetriebe markiert mit 32 030 Euro die Spitze der Octavia-Preisliste. Angesichts der reichhaltigen Serienausstattung ein akzeptables Preisniveau.

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