Skoda Superb : Klappt hoch die Tür

Skodas Größter ist ein Auto, bei dem man sich unnötige Worte sparen kann: Der Superb ist groß, er ist technisch auf dem neuesten Stand und er bietet zu günstigerem Preis eine Ausstattung und eine Verarbeitung, die sich mit Premiums messen kann. Heute startet der große Skoda Superb als Kombi.

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Das erklärt, warum dem Mutterkonzern Volkswagen inzwischen gebetsmühlenartig die Frage gestellt wird, ob man sich mit den tschechischen Autos nicht selbst das Wasser abgräbt. An diesem Wochenende bekommen derlei Überlegungen neues Futter: Nach Fabia und Octavia rollt Skoda mit dem Superb nun seinen dritten Kombi an den Start – ein Ableger, der mit der Limousine bis aufs Heck identisch ist.

Neben der handgreiflich guten Verarbeitung ist dessen herausragende Stärke das Ladevolumen. Schon mit aufrechter Rückbank schluckt er 633 Liter, was einen Passat ebenso alt aussehen lässt wie einen A6. Benötigt man maximale Ladekapazität, spielt der Skoda seinen Vorteil erst recht aus: Superb1865 Liter, Passat Variant 1731, AG Avant 1660. Nur die E-Klasse von Mercedes ist für den Neuling unerreichbar (695 bis 1950 Liter).

Die stark gekrümmte Heckklappe des Superb öffnet und schließt auf Wunsch elektrisch. Die Ladekante lässt sich leicht überwinden; das Schienensystem, in dem sich Gegenstände verzurren lassen, ist ausgereift und solide konstruiert. Will man die Rückenlehnen hinten umlegen, muss man erst die Sitzflächen nach vorne klappen – da gibt es längst bessere Lösungen. Witziges Detail am Rande: In die Seitenwand des Kofferraums ist eine herausnehmbare LED-Lampe integriert.

Für den neuen Kombi bietet Skoda drei Benziner an: zwei aufgeladene TSI-Vierzylinder mit 1,4-Liter und 125 PS sowie einen 1,8-Liter mit 160-PS. Top-Variante ist ein 260 PS starker V6, der nur mit Allrad und DSG-Direktschaltgetriebe zu haben ist. Bei den Dieseln empfiehlt sich der größere mit 170 PS. Im Gegensatz zum kleineren Selbstzünder mit 140 PS nutzt er die laufruhige und damit leise Common-Rail-Technik. Zudem ist er mit 5,9 Litern Verbrauch der sparsamste Superb.

Skodas Kombi-Aufschlag ist mit 700 Euro moderat; die Preise beginnen bei knapp 24 000 Euro. Kleinere Konkurrenten wie Mondeo und Insignia sind einige Hundert Euro teurer, der Konzernbruder Passat gut 2000 Euro. 

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