Smartphone im Auto : Am besten Finger weg

Telefonieren oder SMS-Schreiben hinterm Steuer erhöht die Unfallgefahr um das 20-Fache. Die Experten sind sich da einig. Es wird sogar ein generelles Handy-Verbot gefordert, selbst mit Freisprecheinrichtung.

Unfallrisiko steigt um das 20-Fache: Die Ablenkung mit einem Smartphone hinter dem Steuer ist enorm.
Unfallrisiko steigt um das 20-Fache: Die Ablenkung mit einem Smartphone hinter dem Steuer ist enorm.Foto: dpa

Wenn es nach Verkehrssicherheitsexperten geht, lassen Autofahrer am Steuer die Finger besser ganz vom Smartphone. Längst nicht jeder hält sich an das Handyverbot - vielen ist dabei die Gefahr vielleicht gar nicht bewusst: Das Unfallrisiko steigt laut dem Auto Club Europa (ACE) um mehr als das 20-Fache.

„Ein Smartphone während der Fahrt zu benutzen, ist deshalb geradezu verantwortungslos“, mahnt Hannelore Herlan von der Deutschen Verkehrswacht (DVW) im Vorfeld des 53. Deutschen Verkehrsgerichtstages, der sich in dieser Woche in Goslar unter anderem mit den Risiken der Smartphone-Nutzung beim Fahren befassen wird. Ob man telefoniert, SMS schreibt oder sich eine neue Nachricht ansieht: „Die Ablenkungsgefahr steigt und damit das Unfallrisiko“, so die DVW-Sprecherin. „Man handelt verantwortungslos gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern und sich selbst.“

DVR fordert generelles Verbot von Smartphones

Mit Freisprechanlage sei das Telefonieren mit Smartphone oder Handy zwar erlaubt, sagt der ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker. Der Grad der Ablenkung und die Unfallgefahr sinke dadurch aber nur unwesentlich.

Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) rät deshalb auch vom Telefonieren mit Freisprechanlage ab. Ein allgemeines Smartphone-Verbot im Auto verhängen zu wollen, halten Fachleute wie DVR-Hauptgeschäftsführer Christian Kellner hingegen für „weltfremd“. Ein solches Verbot wäre nicht zu kontrollieren. (dpa)

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