Sonnenblende gegen beschlagene Scheiben : Warme Luft einfangen

Wer sich in diesen Tagen frühmorgens auf den Weg macht, der kämpft oft mit beschlagenen Scheiben. Die Heizung braucht bei kaltem Auto ihre Zeit, aber mit ein paar Tricks lässt sich das Aufwärmen beschleunigen.

Kaum zu sehen, das Brandenburger Tor. Beschlagene Scheiben können im Winter regelrecht gefährlich werden.
Kaum zu sehen, das Brandenburger Tor. Beschlagene Scheiben können im Winter regelrecht gefährlich werden.Foto: dpa

Nässe, Schnee und Kälte sorgen jetzt oft für beschlagene Scheiben im Auto. Um dem möglichst schnell Herr zu werden, empfiehlt Thomas Caasmann von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ), nicht nur das Gebläse auf die Windschutzscheibe zu richten, sondern zusätzlich auch die Sonnenblenden herunterzuklappen. „Dadurch bleibt mehr warme Luft länger an der Windschutzscheibe, und so trocknet die Scheibe schneller ab“, sagt Caasmann.

Den A/C-Schalter, der die Klimaanlage an- oder ausschaltet, könne man in den meisten Fällen auf „aus“ lassen. Zwar entziehe die Klimaanlage der Luft Feuchtigkeit, so dass beschlagenen Scheiben entgegengewirkt wird. Doch Klimaanlagen nehmen ohnehin erst ab Außentemperaturen von vier bis fünf Grad die Arbeit auf, so Caasmann. Ist es kälter, helfen sie also nicht.

Zuheizer für effiziente Diesel

Um insgesamt die Temperatur im Innenraum des Autos so schnell wie möglich nach oben zu treiben, könne man die Heizung gerne voll aufdrehen. „Wenn man nur die Wohlfühltemperatur einstellt, dauert es durchaus etwas länger, bis es im Auto richtig warm wird“, sagt Caasmann. Mit der hohen Einstellung für die Temperatur wird bei automatischen Systemen auch das Gebläse hochgeregelt, so dass die Luft stärker zirkuliert. Entsprechend sinnvoll ist es auch, alle Lüftungsdüsen zu öffnen, damit das System effektiv arbeiten kann.

Für den größten Komfort sorgen Standheizungen, die sich per Timer so einstellen lassen, dass das Fahrzeug rechtzeitig zur Abfahrt bereits aufgeheizt ist. „Die können allerdings leicht um die 1600 Euro kosten“, gibt Caasmann zu bedenken. Eine günstigere Alternative könne der Umbau eines im Fahrzeug verbauten Zuheizers sein. „Insbesondere bei modernen Dieseln, die wegen ihres hohen Wirkungsgrads relativ wenig Wärme abstrahlen, sind solche Zuheizer Standard“, sagt Caasmann. Der Umbau koste um die 500 Euro. (dpa)

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