Sportwagen : Porsche bringt den Super-GT

Schneller, leichter, teuerer – So könnte das Motto des neuen 911 GT 2 von Porsche lauten. Mit dem Supersportwagen wollen die Zuffenhausener auf den 911 Turbo noch einen drauf setzen.

Markus Mechnich
Porsche 911 GT 2
Die Krönung: Mit dem GT 2 setzt Porsche beim 911er noch einen drauf. -Foto: Porsche

Mit einem echten Schätzchen will Porsche die Sportwagen-Fans zur IAA beglücken: Der 911 GT 2 wird neu aufgelegt. Der Bolide ist als Sportwagenvariante des ohnehin schon sehr potenten 911 Turbo gedacht. Und tatsächlich kann der Neue noch einiges mehr.

Schon auf den ersten Blick sieht man dem Auto seine Sport-Gene an. Der Front-Spoiler wartet mit zwei großen Lufteinlässen auf und hat das Potenzial Tuning-Fans das Wasser in die Augen zu treiben. Die Lufteinlässe braucht der GT 2 für einen erhöhten Kühlungsbedarf bei Bremsen und Motor. Zugleich soll das Mehr an Luft den Abtrieb auf der Vorderachse fördern.

Der GT 2 ist leichter und schneller als der Turbo-Bruder. Mit 1440 Kilogramm haben die Ingenieure vor allem Gewicht gespart. Das macht sich auch an der Tanksäule bemerkbar. Zwar ist das Tanken für Porschefahrer eigentlich nur ein Griff in die Portokasse, aber bei 12,5 Litern auf 100 Kilometern freut sich auch der Banker oder Architekt. Zumal in dieser Klasse solche Werte eigentlich als unerreichbar gelten.

Motor mit Sahnehäubchen

Porsche 911 GT 2
Nur vom Feinsten: Heck-Spoiler, 325er-Reifen und Endtöpfe aus Titan. -Foto: Porsche

Beim Antrieb setzt Porsche klassisch auf die Power am Heck. Und da werkeln mit 530 PS glatt 50 Pferdchen mehr als beim 911 Turbo. Nach vorne geht der GT 2 mit einem Drehmoment von 680 Newtonmeter, die zwischen 2.200 und 4.500 Umdrehungen zur Verfügung stehen. Die Nennleistung von umgerechnet 390 kW sind bei 6.700 Umdrehungen pro Minute verfügbar.

Mit zwei Turboladern wird das Aggregat doppelt aufgeladen und die Techniker haben das Mehr an Leistung mit strömungsoptimierten Gehäuse und Expansionssauganlage rausgekitzelt. Auch am Heck gibt es nur Hochwertiges: Rohre und Endtopf sind aus Titan. Was andere beim Tuning für viel Geld nachrüsten gibt es bei Porsche damit ab Werk. Gleiches gilt auch für die Reifen. Vorne sitzen mit den 235-Reifen noch relativ moderate Pneus auf den Achsen. Hinten dagegen drehen sich 911er-typisch Walzen mit den Dimensionen 325/35, die geeignet sind jedem Tuning-Fan das Wasser in die Augen zu treiben.

So viel Exklusivität will natürlich auch bezahlt werden. Hier wären wir beim schmerzhaften Teil. Mit rund 190.000 Euro ist der Streetfighter aus Zuffenhausen wahrlich kein Schnäppchen. Satte 50.000 Euro mehr als der 911 Turbo kostet der GT 2. Dafür haben die Ingenieure sich mal so richtig ausgetobt und fast alles rausgelassen was sie an Innovationen in der Schublade haben. Der Porsche 911 GT 2 ist ab November beim Händler zu bewundern. Bis dahin ist ja noch ein bisschen Zeit zum Sparen.

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