Spritspar-Tipps : Den Benzinpreisen ein Schnippchen schlagen

Die Fahrt zur Tankstelle gerät derzeit wieder zum Gang nach Canossa. Volltanken wird bei den aktuellen Preisen fast zur Investition. Doch mit ein paar einfachen Tricks können sie Sprit sparen und ein paar Prozent den Ölkonzernen wieder abtrotzen.

Die zur Ferienzeit wieder kräftig gestiegenen Benzinpreise sorgen mal wieder für lange Gesichter an der Zapfsäule. Experten raten zum gezielten Tanken im Ausland, Preisvergleichen und einer vorausschauenden Fahrweise.

IM AUSLAND ist der Sprit oft billiger. Wer etwa nach Österreich reist, sollte nicht mit vollem Tank starten: In der Alpenrepublik kostet der Liter Super derzeit etwa 20 Cent weniger als hierzulande, Diesel ist dort etwa zehn Cent billiger. Deutlich günstiger ist die Tankfüllung auch in Polen, bei Diesel lassen sich je Liter dabei etwa 15 Cent sparen. Vor der Heimreise lohnt es sich daher, nochmal vollzutanken. Teurer wird es dagegen zur Zeit vor allem bei Superkraftstoff in den Niederlanden und Diesel an den Tankstellen in Großbritannien.

FREIE TANKSTELLEN sind auch in Deutschland oft günstiger als Markenstationen. Zudem sollten Autofahrer die Tankstellen an deutschen Autobahnen meiden: Dort liegen die Spritpreise immer einige Cent pro Liter über dem Durchschnitt. Günstiger sind in der Regel Tankstellen auf Autohöfen in Autobahnnähe.

ÖKONOMISCHES FAHREN kann den Spritverbrauch laut Deutschem Verkehrssicherheitsrat (DVR) im Schnitt um 25 Prozent senken. Dazu gehören rechtzeitiges Hochschalten, Ausrollen vor der roten Ampel und vorausschauendes Fahren. Niedertourig fahren spart bis zu 20 Prozent Kraftstoff. Mit modernen Autos kann ab Tempo 30 bequem im dritten, bei Tempo 40 im vierten und ab 50 im fünften Gang gefahren werden. Bei Kurzstopps, auch an Ampeln oder im Stau, kann der Motor ausgeschaltet werden. Die Zündung sollte aber an bleiben, damit die Lichter funktionieren. Auch wer öfter mal den Fuß vom Gas nimmt, spart Sprit: Mit zunehmendem Tempo steigt der Verbrauch überproportional.

NIEDRIGER REIFENDRUCK erhöht den Widerstand und damit den Verbrauch. Laut dem Reifenhersteller Michelin sorgen schon 0,4 bar unter der Herstellerangabe für bis zu drei Prozent mehr Benzinverbrauch. Zwei Prozent Kraftstoff spart dagegen, wer den Reifendruck 0,2 bar höher ansetzt als der Hersteller. Auch Ballast wie unnötiges Gepäck, unbenutzte Dachaufbauten, schwere Getränke- oder Werkzeugkästen kosten schnell einen Liter Benzin pro 100 Kilometer.

SPRITFRESSER wie Klimaanlage oder Zusatzscheinwerfer sollten nur eingeschaltet werden, wenn sie wirklich gebraucht werden. (mit AFP)

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