• Statistik zu Preisen für Verkehrssünden in Europa: Deutschlands Autofahrer kommen gut weg

Statistik zu Strafen für Verkehrssünden in Europa : Deutschlands Autofahrer kommen gut weg

Wer im Ausland gegen die Verkehrsregeln verstößt, wird oft deutlich härter bestraft als bei gleichen Vergehen in Deutschland. Nur wenige europäische Länder erheben niedrigere Strafen für zu schnelles Fahren oder Handys am Steuer. Besonders in Skandinavien kann es zu hohen Bußgeldern kommen.

Verkehrskontrolle: Viele Alltagsvergehen werden im Ausland deutlich härter bestraft als in Deutschland.
Verkehrskontrolle: Viele Alltagsvergehen werden im Ausland deutlich härter bestraft als in Deutschland.Foto: dpa

Kurz zu vehement aufs Gas gedrückt, geblitzt oder sonst irgendwie an der Straßenverkehrsordnung vorbeigefahren - schnell gibt es Bußgelder, die dem deutschen Autofahrer oft aus Prinzip zu hoch scheinen. Dabei kommen Verkehrssünder in Deutschland vergleichsweise glimpflich davon - andere Länder Europas sind deutlich vehementer bei der Ahndung von Verstößen und verhängen weitaus schmerzhaftere Bußgelder.

Gerade in Skandinavien wird es teuer, so eine Studie des ADAC. Hier kostet zu schnelles Fahren mindestens 430 Euro, noch härter werden Fahren über eine rote Ampel oder Überholvergehen bestraft - dann werden sogar 630 Euro fällig. Auch Italien (ab 170 Euro), die Niederlande (ab 160 Euro), Großbritannien (120 Euro) und Rumänien bitten schmerzhafter zur Kasse, wenn zu schnell gefahren wird.

Verkehrssünden in Europa: Die Statistik des ADAC.
Verkehrssünden in Europa: Die Statistik des ADAC.Grafik: ADAC

Nur in Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Polen (jeweils 25 Euro) und Mazedonien (ab 20 Euro) werden solch häufige Vergehen verträglicher geahndet. Am günstigsten kommen Verkehrssünder in Lettland (ab 10 Euro für zu schnelles Fahren, ab 45 Euro für Rotlichtverstöße) oder auch Serbien (ab 45 Euro für Alkohol am Steuer) davon.

Einigkeit bei Handys am Steuer

Dabei gibt es vereinzelt auch Rabatte bei sofortiger Bezahlung: So werden in Spanien nur 50 Prozent des Bußgeldes fällig, wenn die Bezahlung innerhalb von 20 Tagen erfolgt. Bezahlt man in Italien binnen fünf Tagen ab Erhalt des Bußgeldbescheids, wird ein Rabatt von 30 Prozent gewährt. Wer dort aber nicht innerhalb von 60 Tagen bezahlt, muss mit einem doppelten Bußgeld rechnen. Frankreich gewährt Ermäßigungen bei Zahlung innerhalb von 15 Tagen.

Einig sind sich alle europäischen Länder dagegen bei der Handhabung von Telefonieren am Steuer: Ohne Freisprecheinrichtung ist es grundsätzlich verboten. In Schweden werden seit kurzem ebenfalls Strafen für das Telefonieren am Steuer verhängt, vor allem dann, wenn durch das Telefonieren das Fahrverhalten des Fahrers negativ beeinflusst wird. 170 Euro müssen dann bezahlt werden - in Deutschland sind es 40.

Seit 2010 werden nichtbezahlte Bußgelder aus den anderen 27 EU-Ländern in Deutschland vollstreckt. Bis Ende 2013 wurden rund 18 000 sogenannte Vollstreckungshilfeersuchen wegen nichtbezahlter Geldbußen und -strafen an Deutschland gerichtet. Der Mindestbetrag für die Vollstreckung muss sich auf mindestens 70 Euro inklusive Verfahrenskosten belaufen. Punkte in Flensburg gibt es für Verkehrsverstöße im Ausland nicht. ded / ADAC

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