Strom : Da geht sie hin, die Energie

Bei Kälte ist Strom im Auto ein kostbares Gut – deshalb sollte man Nebelleuchten, Heizscheiben und beheizte Sitze mit Vernunft einsetzen.

Stefan Woltereck

Mancher musste morgens schon Eis kratzen: Damit hat die schwere Zeit für die Autos und ihre Batterie begonnen: Scheinwerfer, Nebelleuchten, Lüfter, Heizscheiben und -sitze saugen an ihr, der Motor mit seinem steifen Öl springt schwerer an. Moderne Start-Stopp-Systeme, erst Recht eine Standheizung belasten den Akku weiter. Oft sind die Fahrten zu kurz, um ihn wieder richtig aufzuladen: bis er an einem kalten Morgen streikt. Schlaffe Batterien sind die häufigste Pannenursache überhaupt.

Strom im Auto ist kostbar, im Winter ganz besonders! Alle Verbraucher zusammen schlucken mehr als die Lichtmaschine erzeugt, und die beim Starten strapazierte Batterie will auch noch geladen werden. Die Folgerung ist klar: Der Fahrer muss die großen Stromverbraucher sparsam einsetzen. Also das Gebläse zurückdrehen, wenn die Scheiben frei sind, Wischer aus, wenn kein Regen fällt. Sitzheizung aus, wenn die normale Heizung Wärme spendet, alle Heizscheiben aus, wenn der Durchblick da ist. Die Nebellichter nicht unnötig strahlen lassen – ohne Nebel (oder Schneefall oder starken Regen) sind sie ohnehin überflüssig.

Einen Aderlass für die Batterie bedeutet auch die Standheizung – so schön es ist, in einen vorgewärmten Wagen einzusteigen. Geradezu lebenswichtig ist Strom im Stau, bei ganz (oder wegen der Heizung) zeitweise abgestelltem Motor. Unbedingt auf Standlicht zurück- oder ganz ausschalten. Mit vollem Licht kann der Akku schon nach einer Stunde leer sein: Der Motor springt nicht mehr an!

Bei schlappem Akku sind Pannendienst und Werkstatt schnell mit einem neuen zur Hand. Teuer - und oftmals unnötig: Durch Laden lässt sich der Strommangel fürs erste beheben. Wer eine Garage mit Steckdose hat und seiner strapazierten Batterie im Winter regelmäßig per Kleinlader unter die Arme greift, verlängert ihre Lebenserwartung erheblich. Laternenparker sollten ihr Auto wenigstens ab und zu so abstellen, dass es per Stromkabel erreichbar ist und ein Ladegerät angeschlossen werden kann. Das einfachste genügt. Sobald die Batteriespannung unter 12,5 V liegt, sollte nachgeladen werden. Voltmeter zum Anstecken an den Zigarettananzünder gibt es preiswert im Fachhandel.

Je teurer das Auto, desto teurer verkauft die Werkstatt in aller Regel die Ersatzbatterie. Discounter bieten sie viel preiswerter. Der Fachmann rät auch hier zu einem Markenfabrikat. Und zum größten Akku, der in das Auto passt. Er ist teurer, aber zahlt sich aus: Je größer der Stromvorrat, desto größer die Reserve. Schon das neue Auto, rät er, sollte man mit größtmöglichem Akku bestellen.

„Geben Sie der Batterie zu fressen und zu saufen“, empfiehlt der Fachmann. Gemeint ist, ihr genügend Strom zu geben – durch ausreichend lange Fahrten oder wie beschrieben durch Nachladen. Und gemeint ist, destilliertes Wasser nachzufüllen, wenn der Pegel sinkt. Nach Jahren leiden auch wartungsfreie Akkus gern unter Wassermangel. Er schädigt die Batterie. Nachfüllen ist aber nur möglich, wenn die Zellen Stopfen zum Herausschrauben haben. Solche Akkus gibt es auch heute nocEinen Aderlass für die Batterie bedeutet auch die Standheizung – so schön es ist, in einen vorgewärmten Wagen einzusteigen. Geradezu lebenswichtig ist Strom im Stau, bei ganz (oder wegen der Heizung) zeitweise abgestelltem Motor. Unbedingt auf Standlicht zurück- oder ganz ausschalten. Mit vollem Licht kann der Akku schon nach einer Stunde leer sein: Der Motor springt nicht mehr an!

Bei schlappem Akku sind Pannendienst und Werkstatt schnell mit einem neuen zur Hand. Teuer - und oftmals unnötig: Durch Laden lässt sich der Strommangel fürs erste beheben. Wer eine Garage mit Steckdose hat und seiner strapazierten Batterie im Winter regelmäßig per Kleinlader unter die Arme greift, verlängert ihre Lebenserwartung erheblich. Laternenparker sollten ihr Auto wenigstens ab und zu so abstellen, dass es per Stromkabel erreichbar ist und ein Ladegerät angeschlossen werden kann. Das einfachste genügt. Sobald die Batteriespannung unter 12,5 V liegt, sollte nachgeladen werden. Voltmeter zum Anstecken an den Zigarettananzünder gibt es preiswert im Fachhandel, etwa von Moll, Bayern-Batterie, Race-Power.

Nach zwei bis fünf Jahren machen üblicherweise auch gut behandelte Akkus schlapp. Das Ende lässt sich aber hinaus schieben: mit einem so genannten Megapulser, wie er zum Beispiel vom Saarbrücker Spezialisten Novitec angeboten wird. Er erzeugt hochfrequente Spannungsimpulse. Diese vermögen Bleisulfat-Kristalle zu knacken, die sich in schwach geladenen und noch mehr in ganz leeren Batterien bilden und sich durch normales Laden nicht wieder auflösen. Ein solcher Megapulser kann einem alten Akku in vielen Fällen seine Leistungsfähigkeit zurückgeben – um so besser, je länger er samt Ladegerät angeschlossen ist, auch wenn dieses längst „volle Batterie“ anzeigt. Mit etwas Glück lebt sie dann so lange wie das ganze Auto.



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