Subaru : Im Herzen ein Boxer

Der neue Subaru Impreza will Golf und Co. Kunden abspenstig machen. Allradantrieb hat der Japaner serienmäßig mit an Bord.

Ingo von Dahlern
Impreza
Sportliches Heck, geräumiger Innenraum. Der neue Mazda Impreza. -Foto: Promo

Ein Impreza? Auch jene, die das Autoangebot auf dem deutschen Markt gut zu kennen glauben, reagieren meist mit Kopfschütteln. Und selbst wenn man hinzufügt, dass das Modell von Subaru stammt, zucken die meisten nur mit den Schultern. Sie zählen eben immer noch zu den Exoten bei uns – die Autos der zu Fuji Heavy Industries gehörenden japanischen Marke. Spezialisten allerdings schnalzen anerkennend mit der Zunge. Denn Subarus gehören in eine ganz besondere Klasse. Die meisten, die sie kaufen, tun das aus einem ganz konkreten Grund: Denn Subarus haben durchweg vier angetriebene Räder.

Gibt’s bei Audi doch schon seit 1980! Richtig. Gibt’s bei Subaru aber schon seit 1972! Immerhin acht Jahre früher als die Autos mit den vier Ringen traten die mit dem Sternensignet der Plejaden (japanisch: Subaru) als Allradpioniere an. In Alpenländern wie Österreich und der Schweiz bescherte ihnen das binnen kürzester Zeit große Verkaufserfolge und hohe Anerkennung. Doch in Deutschland und insbesondere in dessen flachem Norden ist der Allradantrieb auch heute noch weniger attraktiv – vor allem dann, wenn er nicht im Gewand eines Sports Utility Vehicle antritt, sondern in dem einer Limousine.

Denn vier angetriebene Räder erfordern nun einmal mehr Technik und sind deshalb teurer als zwei. Doch bei Subaru sind sie noch relativ preiswert zu haben. Denn im soeben auf den Markt gekommenen neuen Impreza der inzwischen dritten Generation bekommt man sie in einem 4,41 Meter langen kompakten Fünftürer mit Steilheck bereits ab 18 290 Euro. Und wer zu den Automatikfans gehört, kann ab 19 690 Euro in diese Klasse einsteigen, deren Fahrsicherheit bei schwierigen Straßenverhältnissen der von Autos mit nur einer Antriebsachse spürbar überlegen ist.

Gute Gründe, sich den neuen Impreza vielleicht doch einmal genauer anzuschauen. Insbesondere, weil er mit seiner prägnanten flachen Front, dem sportlichen Heck mit LED-Bremsleuchten und seiner keilförmigen Silhouette bereits optisch eine gute Figur macht. Das gilt noch mehr für den geräumigen Innenraum, in dem auf den ersten Blick neben dem gefälligen Design die hervorragende Qualität von Materialien und Verarbeitung auffallen. Hier haben Subarus Allradler im letzten Jahrzehnt besondere Fortschritte gemacht: Zwischen den früheren Modellen im schlichten Plastiklook und dem aktuellen Angebot liegen Welten.

Neben dem Allradantrieb, der beim Impreza permanent mit variabler Drehmomentverteilung ausgelegt ist, haben Subarus noch eine zweite Spezialität. Denn ihre Benzinmotoren sind ausnahmslos Boxer – ein Bauprinzip für sehr flache, kurze und kompakte Motoren mit niedrigem Schwerpunkt, das man außer bei Subaru heute nur noch bei Porsche unter der Motorhaube findet.

In zwei Varianten mit 107 und 150 PS treiben sie als 1,5- und 2,0-Liter den Impreza an. Während die kleinere mit maximal 142 Newtonmetern bei 3200 Umdrehungen pro Minute, 14 Sekunden für den Spurt auf Tempo 100 und maximal 175 km/h nicht unbedingt ein Sprinter ist, tritt der Zweiliter sehr viel sportlicher an, erreicht Tempo 100 bereits nach 9,6 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 193 km/h.

Beide Motoren bekommt man – auch dies eine Subaru-Spezialität seit vielen Jahren – übrigens auch für den Betrieb mit Autogas, womit man praktisch zum halben Preis von Benzin tanken kann. Einziger Schönheitsfehler – nur der 2,0-Liter hat neben dem ABS auch eine Fahrdynamikregelung, die bei Subaru VDC (Vehicle Dynamics Control) heißt.

Impreza? – nach dieser ersten kurzen Vorstellung ist das für alle, die offen und flexibel bei der Markenwahl sind, eine attraktive Alternative in der Golf-Klasse. Ansehen und Probe fahren könnten sich deshalb lohnen.

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