Auto : Subaru setzt Allrad-Doktrin außer Kraft

Auch den Impreza gibt’s jetzt mit Frontantrieb

Ingo von Dahlern

Umsatzeinbrüche, Wirtschaftskrise – bei Subaru nicht. Denn der japanische Allradspezialist bewegt sich auf der Siegerstraße. 9609 Neuzulassungen im Jahr 2008, das bedeutet eine Steigerung um immerhin 12,8 Prozent. Das allerdings ändert nichts daran, dass Subaru bei uns zu den Nischenanbietern gehört. Und genau das möchte man ändern. Erreicht werden soll dieses Ziel durch zwei verschiedene Strategien. Die erste heißt: mehr Diesel ins Angebot. Die zweite: ein attraktiveres Basisangebot. Letzteres allerdings hat einen Haken. Denn wo bislang Subaru draufstand, da war auch Allradtechnik drin – mit Ausnahme des 2007 eingeführten frontgetriebenen neuen Justy.

Mit dem frontgetriebenen Impreza 1.5RF wagt Subaru es nun erstmals, auch in der Kompaktklasse auf den Vierradantrieb zu verzichten. Das macht ihn leichter, sparsamer und auch billiger als die Allradversionen – und zu einem Angebot. Denn zu einem Preis von 16 490 Euro für die Fünfgang-Version und 17 890 Euro für die Automatikvariante bietet Subaru einen bis zu 175 km/h schnellen 1,5-Liter-Boxer mit 79 kW / 107 PS in der Golf-Klasse, der durchschnittlich 7,3 l/100 km verbraucht, also 173 g CO2 in die Luft bläst. Dazu kommen 301 bis 1216 Liter Laderaum, hochwertige Verarbeitung und umfangreiche Komfort- und Sicherheitsausstattung.

Das bedeute aber nicht die Aufweichung des Subaru-Grundsatzes „Allrad für alle“, erklärt Geschäftsführer Jens Becker. „Aber wir müssen uns anpassen. Die öffentliche Wahrnehmung des Allradantriebs als zu teuer, zu schwer und mit erhöhtem Verbrauch versehen, hat einen durchschlagenden Erfolg bisher verhindert.“

Als Erfolg erwiesen hat sich auch, dass Subaru seit dem vergangenen Jahr endlich auch einen modernen Diesel im Angebot hat, den weltweit ersten Boxer mit Dieseltechnik. 2008 war jeder sechste verkaufte Subaru ein Diesel. Becker setzt darauf, dass der Dieselanteil 2009 noch zunehmen wird. Dazu soll vor allem der Impreza 2.0D als viertes Dieselmodell beitragen. Mit dem 2,0-Liter-Boxer mit 110 kW / 150 PS und einem Drehmoment von 350 Nm bei 1800 U/min kann der Allradler aufwarten. Dazu kommen leiser Lauf, flotter Antritt, bis zu 205 km/h Spitze und ein Verbrauch, der mit durchschnittlich 5,8 l/100 km und 152 Gramm CO2/km bescheiden ist. Die Preise für den Impreza 2.0D beginnen bei 24 490 Euro. Ingo von Dahlern

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben