SUV-Marktanteil steigt : VW Tiguan vor Audi Q3

16,5 Prozent Marktanteil - jedes sechste verkaufte Auto 2013 war ein SUV. Den Großteil der Absätze machten dabei VW, Audi und BMW unter sich aus. 2014 sollen die Zahlen erneut steigen.

Dauerbrenner: Mit 60.000 verkauften Wagen war der VW Tiguan mit Abstand bestverkauftes SUV 2013.
Dauerbrenner: Mit 60.000 verkauften Wagen war der VW Tiguan mit Abstand bestverkauftes SUV 2013.Foto: dpa

Im Jahr 2013 haben die sportlichen Geländewagen (SUV) bei den Autoverkäufen eine so große Rolle gespielt wie noch nie zuvor. Mit mehr als 485.000 verkauften Wagen war 2013 jedes sechste verkaufte Auto ein SUV, wie aus einer am Montag veröffentlichten Untersuchung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen hervorgeht.

Verkaufsschlager VW Tiguan

Mit prognostizierten 16,5 Prozent hätten die SUV ihren Marktanteil damit weiter gesteigert. Marktführer bei den großen Wagen sei wie schon 2012 mit knapp 60.000 Verkäufen der VW Tiguan gewesen. Auf Rang zwei habe es mit 26.000 Verkäufen in diesem Jahr der SUV Q3 von Audi geschafft, gefolgt vom BMW-X1 mit 24.000 Verkäufen.

"Mit 99,9-prozentiger Sicherheit“ würden die Verkaufszahlen bei SUV im kommenden Jahr erstmals die Marke von 500.000 überschreiten, heißt es in der Untersuchung weiter. Auch über 2014 hinaus wird sich den Prognosen zufolge das seit Ende der 90er Jahre andauernde Wachstum im Geschäft mit den schweren Autos weiter fortsetzen. Sollte es im bisherigen Tempo weitergehen, dann wären im Jahr 2020 mit 1,3 Millionen SUV 42 Prozent aller Neuwagen auf Deutschlands Straßen sportliche Geländewagen.

25 Prozent höherer Verbrauch

Die Duisburger Autoexperten gehen allerdings von einem langsameren Wachstum in den kommenden Jahren aus: Ihren Prognosen zufolge werden 2020 nur 28 Prozent der Neuwagen aus dem Segment der SUV kommen.

Das für Autobauer als besonders profitabel geltende Geschäft mit den Geländewagen wird damit weiter zunehmen, obwohl die Wagen im Unterhalt deutlich teurer sind als andere Autos. SUV sind schwerer, haben einen höheren Luftwiderstand und sind stärker motorisiert, sie verbrauchen dadurch mindestens 25 Prozent mehr Treibstoff als die konventionellen Fließ- oder Stufenheckfahrzeuge, wie es in der Untersuchung heißt. Dadurch stießen sie auch deutlich mehr Schadstoffe aus als andere Autos. (afp)

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