Suzuki : Geht doch

Fast unbemerkt verkauft Suzuki immer mehr Autos. Den kompakten Swift gibt es jetzt auch als Diesel

Ingo von Dahlern

Zufriedene Gesichter bei Suzuki. Denn obwohl der Markt in Deutschland deutlich zurückging, legte der Hersteller im abgelaufenen Jahr kräftig zulegen. Die Verkäufe wurden um 12,8 Prozent gesteigert – von gut 32 000 auf mehr als 36 000 Fahrzeuge. Aufwärts geht es nun schon seit sechs Jahren und bei Suzuki ist man sicher, dass das auch weiter so bleiben wird: Für 2010 rechnet Anbieter in Deutschland mit stolzen 50 000 Neuzulassungen.

Grund für diesen Optimismus gibt dem Hersteller die in den letzten Jahren rundum erneuerte Modellpalette, in der sich vor allem der in der Kompaktklasse antretende Swift als echtes Erfolgsmodell positioniert hat – auf ihn entfallen inzwischen rund 40 Prozent aller Suzuki-Neuzulassungen. Kein Wunder, dass man angesichts dieser Entwicklung dem Modell besondere Aufmerksamkeit widmet. So wird die Modellfamilie konsequent weiter ausgebaut. Denn bislang fehlte in der Swift-Motorenpalette noch ein Dieselaggregat. Diese Lücke ist nun geschlossen – mit dem Swift1300 DDiS.

Angetrieben wird der Diesel-Swift von einem 1,3-Liter-Selbstzünder mit 75 PS. In Verbindung mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe verbraucht er im Durchschnitt gerade einmal 4,5 Liter Treibstoff je 100 Kilometer, was 120 Gramm CO2 pro Kilometer entspricht. Zu seiner Sparsamkeit kommt Sauberkeit, dank eines serienmäßigen Rußpartikelfilters.

Dabei hat der neue Motor bereits eine bemerkenswerte Geschichte hinter sich. Denn bereits vor fünf Jahren wurde er von Fiat als damals kleinster Vierzylinder-Diesel mit Common Rail vorgestellt. Bislang für Suzuki in Polen gebaut, hat er sich inzwischen zu einem Global Player entwickelt und läuft nun in einem Suzuki-Werk in Indien vom Band, von wo er nach Ungarn ans Swift-Produktionsband geliefert wird. Den Swift DDiS lässt er binnen 13,7 Sekunden Tempo 100 erreichen, maximal 165 Stundenkilometer sind mit schwerem Gasfuß erreichbar. Dabei gefällt der Dieselantrieb durch seine hohe Elastizität ebenso wie durch seinen kultivierten Lauf und sein auffällig niedriges Geräuschniveau.

Neben dem neuen Motor haben die Macher ihrem Erfolgsmodell außerdem noch eine gezielte Modellpflege bei Design und Ausstattung verordnet: Um den Anforderungen an den Fußgängerschutz gerecht zu werden, wurde die Karosserie um sieben auf nun 376 Zentimeter verlängert. Die Gelegenheit nutzte man auch gleich, um Grill, Scheinwerfer, Heckleuchten und die Stoßfänger ein wenig zu überarbeiten. Außerdem verbesserte man den Klappmechanismus der umlegbaren Rückbank und bietet nun auch einen flexiblen Zwischenboden für den Gepäckraum an, in den knapp 500 Liter passen, wenn es denn sein soll.

Zu kaufen gibt es den Diesel-Swift in zwei Ausstattungsvarianten: Club und Comfort, jeweils als Drei- als auch als Fünftürer. Beide Varianten sind mit der Fahrdynamikregelung ESP ausgestattet, die nun für alle Swift – ausgenommen den 1300 Classic und den 4x4 – zur Serienausstattung gehört. Bei 14 100 Euro beginnt die Preisliste für den Diesel, dafür gibt es die dreitürige Club-Version. Zwei Türen mehr kosten 500 Euro und die dreitürige Comfort Version 15 600 Euro. Und für alle, die farblich aktuell sein wollen: es gibt den neuen Diesel auch in weiß.Genauer: in Superior White.

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