Suzuki gewinnt vor Gericht Namensstreit : VW verliert GTI

Künftig darf Suzuki wohl auch einen GTi haben, allerdings mit kleinem "i". Die japanische Autofirma hat vor dem Gericht der Europäischen Union gegen Volkswagen im Streit um den Namen gewonnen. Die Wolfsburger beanspruchen das Kürzel für ihren sportlichen Ableger des Kompaktmodells Golf.

Volkswagen kann nicht mehr exklusiv auf das Kürzel GTI zurückgreifen.
Volkswagen kann nicht mehr exklusiv auf das Kürzel GTI zurückgreifen.Foto: Promo

Volkswagen muss in einem Markenstreit mit seinem früheren Partner Suzuki eine Niederlage einstecken. Das Gericht der Europäischen Union entschied in Luxemburg, dass sich der Wolfsburger Autobauer der Eintragung der von Suzuki für den Kleinwagen Swift angemeldeten Marke “GTi“ nicht widersetzen könne. Es bestehe keine Verwechslungsgefahr mit dem
Originalbegriff “GTI“ von VW, begründeten die Richter. Volkswagen hatte vor mehreren Jahren Widerspruch gegen eine gleichlautende Entscheidung des Harmonisierungsamts für den Binnenmarkt eingelegt. Diese wurde nun durch das Europäische Gericht bestätigt.

Ausgerechnet Suzuki will für den Swift ebenfalls ein GTi haben. Die Liaison mit den Japanern ist ohnehin eine Dauerkrise.
Ausgerechnet Suzuki will für den Swift ebenfalls ein GTi haben. Die Liaison mit den Japanern ist ohnehin eine Dauerkrise.Foto: Hersteller

Volkswagen kündigte an, das Urteil zu prüfen. Gegebenenfalls werde man Rechtsmittel beim Europäischen Gerichtshof einlegen. Bei der höchsten Instanz können Kläger ein auf
Rechtsfragen beschränktes Rechtsmittel einlegen, das vergleichbar mit der Revision in Deutschland ist. VW verkauft seinen Bestseller Golf seit Jahren in einer besonders leistungsstarken Version als GTI. Das Kürzel steht für Gran Tourismo Injection.

Volkswagen und Suzuki hatten im vergangenen Jahr öffentlich einen anderen Streit ausgetragen, weil der japanische Kleinwagenspezialist die vor drei Jahren eingegangene Partnerschaft mit den Wolfsburgern als fruchtlos ansieht. Der Rosenkrieg liegt seit November beim Schiedsgericht der internationalen Handelskammer in London. Damit wollen die Japaner Europas größten Autobauer zwingen, die an Suzuki gehaltene Beteiligung von knapp 20 Prozent zurückzugeben. Dies lehnt VW ab. Mit einer Entscheidung wird frühestens im nächsten Jahr gerechnet. (dpa)

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