Suzuki Grand Vitara : Für Wald und auch die Straße

Suzuki gönnt dem Grand Vitara eine Auffrischung. Die soll der Marke helfen, sich auch künftig in dem Segment zu behaupten.

Sven Jürisch

Der Erfolg von Tiguan und X3 zeigt: Es darf auch eine Nummer kleiner sein. Angesichts hoher Spritpreise schwenken viele Kunden um. Groß-schwer war gestern, klein-kompakt scheint die Zukunft auch im SUV-Bereich zu sein. Suzuki kommt bei dieser Entwicklung eine Pionierrolle zu. Mit dem 1979 in Deutschland eingeführten spartanischen LJ 80 gelten die Japaner heute als Vorreiter in Sachen Funcar. Und spätestens mit dem Erscheinen des deutlich komfortableren Grand Vitara 1988 wurde deutlich, dass Europa bereit war für das Geländeabenteuer. Die jüngste vollzogene Überarbeitung des Grand Vitara in Technik und Form soll der Marke helfen, sich auch künftig in dem Segment zu behaupten.

Der als Drei- und Fünftürer lieferbare Offroader erhält zum Modelljahr 2009 neben einigen optischen Retuschen wie geänderten Außenspiegeln mit integrierten Blinkern und aufgefrischten Alufelgen vor allem zwei neue Motoren. Der neue 2,4 Liter-Benziner mit 169 PS ersetzt den bisherigen durchzugsschwachen 2,0 Liter und treibt den Grand Vitara auf 185 km/h.

Und dann wäre da noch der dem „20-Jahre“-Sondermodell vorbehaltene 3,2-Liter-V6. Sein seidenweicher Lauf lässt die Insassen über die anliegende Drehzahl weitgehend im Unklaren. Dank 233 PS und einem Drehmoment von 291 Nm hat dieses Aggregat wenig Mühe den 1,8 Tonnen schweren Suzuki in Schwung zu halten. Unterstützt wird es dabei von einer fünfstufigen Automatik, deren Gangwechsel präzise und ohne unnötige Hast erfolgen.

Diese Auslegung macht sich auch Offroad positiv bemerkbar, wo der Vitara durch die einfach zu bedienende Allradtechnik mit separater Geländereduktion auch für Ungeübte jede Menge Fahrspaß bereithält. Das gilt auch für die Abstimmung des Fahrwerks. Rundum mit Einzelradaufhängung versehen, federt der Suzuki zwar nicht wie eine Sänfte, bietet aber im Gelände und auf der Straße ausreichend Komfort.

Genauso unprätentiös wie die Antirebstechnik präsentiert sich der dezent überarbeitete Innenraum des Offroaders. Auf Spielereien jedweder Art verzichtet Suzuki – was nicht da ist, geht auch nicht kaputt. Nach diesem Motto scheint die schwarze Plastiklandschaft auch entworfen zu sein. Funktionell gibt es jedoch bis auf den umständlich zu bedienenden Bordcomputer und die zahlreichen unbeleuchteten Schalter wenig auszusetzen. Fazit: Der Grand Vitara ist ein durch und durch solide gemachtes Allround-SUV, das im Gelände über erstaunliche Fähigkeiten verfügt. Mit seinem Einstiegspreis von 21 900 Euro stellt er zudem eine günstige Alternative zu den teureren Mitbewerbern da. Sven Jürisch

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