TARGA-GESCHICHTE : Das Ding mit dem Glasdach

Die Entwicklung des Porsche Targa von 1965 bis heute.

1965

Porsche präsentiert im September den ersten 911 Targa auf der IAA in Frankfurt als „das erste serienmäßige Sicherheitscabriolet der Welt“. Pressechef Huschke von Hanstein erklärt: „Der Targa ist weder ein Cabriolet noch ein Coupé, weder ein Hardtop noch eine Limousine, sondern etwas völlig Neues.“ Seinen Namen hat das Modell sich von den italienischen Langstreckenrennen „Targa Florio“ geborgt, die 1906 bis 1977 stattfanden und in denen Porsche entscheidende Siege errang.

1966

Der Targa wird produziert – als Open-Air-Variante des 911, die an den Erfolg des 356 Cabriolets anknüpfen soll. Cabrios gelten damals als Autos ohne Insassenschutz, in den USA wird ein generelles Verbot diskutiert. Die Zuffenhausener suchen nach einer Alternative und setzen auf Ferdinand Alexander Porsches Idee, den fest montierten Überrollbügel aus dem Rennsport zu integrieren. So wird der Targa mit herausnehmbaren Faltdach und herunterklappbarer Heckscheibe der Wagen, der „die Freiheit des Cabriolets mit der Sicherheit des Coupés vereint“. Sein Preis: 22 380 DM.

1973

G-Serie nennt sich die Targa-Generation mit neuen Sicherheitsstoßfängern – ein Zugeständnis an den amerikanischen Markt, dessen Zulassungsgesetz verlangte, Kollisionen mit bis zu fünf Stundenkilometern ohne Schäden zu überstehen. Auch der Insassenschutz ist verbessert: Pralltopf-Lenkrad, Kopfstützen, eine Karosserie mit beidseitig feuerverzinkltem Stahlblech. Die Serie wird bis 1989 mehr als 57 000 Mal gebaut. Zu haben ab 28 980 DM.

1988

Der Targa erscheint komplett überarbeitet als komfortbetonter Sportwagen. Der Typ 964 sollte als allradangetriebene Carrera 4-Variante überzeugen. Der letzte Targa, der das klassische herausnehmbare Dach mit Sicherheitsbügel und Glasheckscheibe hat. Von 1989 bis 1993 werden 4863 Exemplare des Renners verkauft. Die kosten dann schon Minimum 121 800 DM.

1995

993 heißt die vierte Targa-Generation mit völlig neuem Karosserie-Design. Sie bietet ein Alu-Fahrwerk mit Mehrlenker-Hinterachse, einen überarbeiteten 3,6 Liter-Boxermotor, Sechsganggetriebe und erstmals das elektrisch hinter die Heckscheibe zurückfahrbare Glasdach. „Ein offenes Vergnügen“ wirbt Porsche. Basispreis: 145 000 DM.

2001

Mit der Typenreihe 996 fährt der erste wassergekühlte Targa vor – mit 320 PS. Das Glasdach aus drei Elementen wurde weiter entwickelt und ist erstmals mit hochklappbarer Heckscheibe versehen, einer Idee von Ferry Porsche aus den Sechzigern. Kostenpunkt: mindestens 159 041 DM.

2006

Zwei neue Varianten der Typenreihe 997 kommen auf den Markt: Modelle mit permanentem Allradantrieb und einer am Heck breiteren Karosserie.

Seit 1966 wurden mehr als 100 000 Porsche 911 Targa produziert. lei

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