Auto : Tempo, Wasser und Welle Bootstour für Kinder und Jugendliche mit Handicap

Eine Rennboottour auf dem Jungfernsee in Potsdam für Kinder Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung - dazu lädt der Verein Wings for Handicapped e. V. , gemeinsam mit der Marina am Tiefen See und dem Berliner Wassersportportal boatoon.com.

„Wassersport für alle“ hat sich das Berliner Start-up boatoon.com, bei dem vor kurzem auch die Verlagsgruppe Handelsblatt mit eingestiegen ist, auf die Fahnen geschrieben. Dieses integrative Ziel setzt Jörg Leonhardt schon seit vielen Jahren mit seinem Verein um, der Behinderten einen erlebnisorientierten Zugang zum Wassersport vermittelt.

Der Gründer und Vorsitzende des Vereins ist selbst seit seinem 18. Lebensjahr querschnittsgelähmt. Das hindert ihn nicht daran, mit seinem behindertengerechten Rennboot in Potsdam Halt zu machen.

Jörg Leonhardt lädt Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung aus verschiedenen Einrichtungen, Sonderschulen und Heimen rund um Potsdam dazu ein, am Mittwoch, den 8. Juni von 10 bis 18 Uhr, an Bord des Rennboots „Hoppetosse“ Tempo, Wasser und Welle ebenso direkt wie angstfrei zu erfahren. Jörg Leonhardt, selbst passionierter Bootfahrer, wird höchstpersönlich den gesamten Tag am Steuer des Schlauchbootes sitzen, das zehn bis zwölf Personen Platz bietet - und seit 2004 als Flaggschiff des Vereins bei ähnlichen Aktionen dient.

Karsten Häschel, der Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Potsdam, wird den Aktionstag um 10 Uhr in der Marina am Tiefen See eröffnen.Bereits zum zweiten Mal unterstützt die Marina damit eine Aktion von Leonhardts Verein und stellt ihr Gelände für den guten Zweck zur Verfügung. „Mir macht es einfach Spaß, behinderten Kindern und Jugendlichen eine Freude zu machen“, erklärt die Marina-Betreiberin Andrea Burchardi, die in Zusammenarbeit mit einer Biosupermarkt-Kette, einer Bäckerei und den Dauerliegern der Marina für das leibliche Wohl der Teilnehmer sorgt.

Und warum müssen es gleich 300 PS sein? An Bord der „Hoppetosse“ lässt sich, so Leonhardt, bei Atem beraubendem Tempo der eigene Körper neu erfahren – das gilt für Behinderte wie Menschen ohne Handicap gleichermaßen.

„Gerade Menschen, die in einem Rollstuhl sitzen, haben oft mit unüberwindbaren Barrieren zu kämpfen“, weiß auch Vereinsvorsitzender Jörg Leonhardt. „Doch diesen Menschen zu zeigen, dass Grenzen überwunden werden können, stärkt ihr Selbstwertgefühl und ist daher mein persönlicher Antrieb.“ Im Vordergrund stehe der Mensch, „nicht seine Behinderung“, so Leonhardt.

Den Verein gründete Leonhardt bereits im Jahre 2000. Seine Aktivitäten machen deutlich, dass man auch mit einer Behinderung seine Träume verwirklichen kann.

Er selbst fährt Motorboot, taucht, springt mit dem Fallschirm, hebt mit einem Flugzeug oder einem Drachen ab. Außerdem nahm Jörg Leonhardt als Europameisterschaftszweiter im Rollstuhlbasketball an den Paralympics in Sydney teil. Die Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich, alle Aktionen werden ausschließlich über Spenden finanziert und sind für die Teilnehmer kostenfrei.

Weitere Informationen: www.w4h.de

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