• Theorie und Praxis: Der C 30 Drive – schon ohne Start-Stop eine echte Vierkommaneun

Theorie und Praxis : Der C 30 Drive – schon ohne Start-Stop eine echte Vierkommaneun

Der C 30 Drive im Alltagstest.

DER TEST IM SPEZIELLEN

Das Getöne der Hersteller um herausragende Verbrauchswerte nervt meist dann, wenn die Stunde der Wahrheit schlägt: Beim Tanken danach. Da folgt bei vielen Modellen auf die Erprobung die Ernüchterung. In diesem Fall war das anders: Volvos C30 DRIVe ging nach zwei Wochen mit 4,9 Litern Diesel Durchschnittsverbrauch über die Ziellinie (Version ohne StartStopp; ab 21 790 Euro). Das Ergebnis ist umso bemerkenswerter, als es unter völlig normalen Bedingungen und bei völlig normalem Fahrverhalten erreicht wurde: viel Stadtverkehr in Berlin; fünf, sechs Fahrten in die Mark un d nach Meck-Pomm; schließlich zwei große Autobahntouren nach München und nach Frankfurt. Auf der A 9 ließen wir es mit 140-150 km/h rollen, nur hin und wieder ging es kurz auf 170 km/h hinauf. Unnötiges Hochziehen der Gänge haben wir uns auf der Landstraße genauso verkniffen wie auf dem Kopfsteinpflaster im Kiez. Auf der anderen Seite haben wir uns aber auch nicht angestrengt, besonders sparsam zu fahren. Wir wollten den Normalwert – und der lautet 4,9.

DAS AUTO AN SICH

Wer im C30 unterwegs ist, fällt immer noch auf. Das Design mit dem gläsernen Etwas als Heck ist nicht Jedermanns Ding – und liefert spätestens dann Gesprächsstoff, wenn größere Taschen durch das schmale Loch in der Hutablage bugsiert werden müssen. Der kompakte C30 ist ein sportliches Coupé, dem nicht mal die glatten Alu-Räder des DRIVe was anhaben können. Auch unterwegs fordert der Spar-Ansatz keinen ungebührlichen Tribut. Der C30 ist ein ausgereiftes, unkompliziertes Auto, bei dem wir uns folgende Plus und Minus notiert haben: Der 1.6-Liter ist nur bei Kaltstarts als Selbstzünder zu erkennen und liefert mit seinen 109 PS vernünftige Fahrleistungen. Das Fahrwerk ist komfortabel, aber nicht zu weich. Wer will, kann seinen Fahrersitz extrem tief positionieren; der kurze Schalthebel des manuellen Getriebes sitzt in angenehmer Höhe. Durch die langgezogenen Seitenscheiben ist die Sicht nach hinten ausgesprochen gut. Schon die Standard-Soundanlange gefällt mit sehr weichem Klang. Der Innenraum ist hervorragend gegen Lärm gedämmt – was allerdings nichts hilft, wenn der Schlüsselbund ständig gegen das Armaturenbrett baumelt, weil das Zündschloss höher als üblich positioniert ist. Wer Cupholder oder Haken fürs Sakko sucht, hat im C30 schlechte Karten. Die Sitzbezüge sind empfindlich; die Easy-Entry-Funktion des Beifahrersitzes außergewöhnlich fummelig. Und

– es liegt sicher an uns – die Navis von Volvo zählen mit ihrer speziellen Bedienung hinterm Lenkrad zu den gewöhnungsbedürftigsten überhaupt. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


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