Tipps für geringeren Verbrauch : Besser sparen beim Fahren

Beim Blick auf die Preistafeln an der Tankstelle dürften Autofahrer derzeit schlechte Laune bekommen: Für Benzin müssen sie derzeit Rekordpreise zahlen. Bei Ausflügen an den Ostertagen zahlt es sich daher umso mehr aus, mit der richtigen Fahrweise Sprit zu sparen.

Warten auf den teuren Sprit: Für Verbraucher ist die Fahrt zur Tankstelle sehr schmerzhaft.
Warten auf den teuren Sprit: Für Verbraucher ist die Fahrt zur Tankstelle sehr schmerzhaft.Foto: dapd

Für Autofahrer lohnt es sich derzeit mehr denn je, spritsparend zu fahren. Denn sie müssen für Benzin momentan Rekordpreise zahlen: Ein Liter Super E10 kostete am Sonntag nach Angaben der Ölkonzerne im bundesweiten Schnitt 1,68 Euro, die meistgetankte Sorte Super E5 sogar noch 3 Cent mehr. Was Autofahrer tun können, um ihre Spritkosten zu senken, erklären der ADAC, der Auto Club Europa (ACE) und der Verkehrsclub Deutschland (VCD).

- Es lohnt sich, die Preise etwa im Internet zu vergleichen: Denn von Tankstelle zu Tankstelle kann der Unterschied laut ADAC bis zu 10 Cent pro Liter betragen - am selben Tag und in derselben Stadt. Günstiger kommen Fahrer oft bei Discountern und freien Tankstellen weg. Premiumkraftstoffe lohnen sich dem ADAC zufolge dagegen nicht - sie hätten keinen wirklichen Spareffekt.

- Längere Extratouren zu einer günstigen Tankstelle zahlen sich nicht unbedingt aus: Wer sich eigens auf den Weg macht, um zum Beispiel einen Preisvorteil von 3 Cent auszukosten, und 50 Liter tanken will, spart rein rechnerisch 1,50 Euro. Das entspricht derzeit nicht einmal einem Liter Kraftstoff, mit dem viele Autos keine 15 Kilometer weit kommen.

- Vorausschauend fahren und schnell hochschalten - diese Kombination bietet das größte Spritsparpotenzial. Der Motor sollte eine niedrige Drehzahl unter 2000 Umdrehungen pro Minute behalten. Das heißt dem VCD zufolge: Nach dem Anfahren zügig den zweiten Gang einlegen, bei 25 bis 30 km/h in den dritten Gang wechseln, bei Tempo 35 bis 45 in den vierten und bei 50 bis 55 in den fünften Gang.

- Rollt der Wagen, sollte ein Gang eingelegt sein und der Fuß nicht auf der Kupplung stehen, weil Autos dann meist keinen Kraftstoff verbrennen. Bei voraussichtlichen Standzeiten von mehr als zehn Sekunden, zum Beispiel vor roten Ampeln, lohnt es sich laut VCD, den Motor abzuschalten. Beim Anlassen kein Gas geben.

- Das Fahrtempo auf Autobahnen sollte laut VCD maximal 120 km/h betragen, auf Landstraßen nicht mehr als 80 km/h. Sonst treibt der Luftwiderstand den Verbrauch übermäßig in die Höhe. In dichtem Verkehr möglichst selten zu bremsen und wieder anzufahren, zahlt sich mit Blick auf den Verbrauch ebenfalls aus.

- Ein leicht erhöhter Reifendruck um maximal 0,2 bar über der Empfehlung des Hersteller bringt laut ADAC bei gemäßigter Fahrweise eine Spritersparnis von bis zu drei Prozent. Fahrer sollten aber nachschauen, ob dies laut der Bedienungsanleitung bei ihrem Wagen zulässig ist. Weitere zwei bis sechs Prozent sind mit Leichtlaufmotoröl möglich, das bedenkenlos in Autos verwendet werden kann, die jünger als zehn Jahre sind. Unnötiger Ballast sollte aus dem Kofferraum verschwinden, und auch die leere Dachbox muss nach dem Urlaub schnell vom Auto herunter. Denn mit dem Gewicht steigt der Spritdurst von Fahrzeugen. (dpa)

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