Tokio Motor Show : Die Kleinen als ganz große Nummer

Audi und VW wollen auf der Tokio Motor Show mit Studien punkten. Im Land der aufgehenden Sonne stehen die Ausblicke in die automobile Zukunft hoch im Kurs. BMW hingegen referiert an die Vergangenheit.

VW Up
Der Microvan "Space Up!" basiert auf der Vorgängerstudie, die schon auf der IAA zu sehen war. -Foto: Volkswagen

Der Grill ist audi-typisch markant, die angeschnittenen Scheinwerfer strahlen mit Leuchtdioden, die Türen sind rahmenlos und tragen Bögen aus Chrom – und im Kofferraum steckt ein Elektromotor, der den Metroproject Quattro zusammen mit dem 1,4-Liter-Turbo unter der Motorhaube zu einem Hybridfahrzeug macht. Seit dem gestrigen Freitag steht die Audi-Studie auf der Tokio Motor Show – und wird allgemein als Vorbote des kommenden Mini-Rivalen Audi A1 gewertet, der in rund zwei Jahren auf den Markt kommen soll.

Erst vor einem guten Monat hat in Frankfurt die IAA ihre Türen geschlossen. Aber trotzdem ist es den deutschen Herstellern gelungen, sich einige Hingucker für die Reise nach Fernost aufzubewahren. BMW etwa zeigt mit dem „Concept 1 Series tii“ ein 1er-Coupé, das karosserieseitig alles für ein schnelleres Fortkommen tut. Der Wagen ist kräftig abgespeckt, unter anderem Motorhaube und Spiegelklappen sind aus Karbon, Heckspoiler, Schürzen und Schweller sollen die Aerodynamik verbessern. Ein Antriebskonzept hat der Kleine zwar noch nicht, aber vielleicht will man ja den Markt für einen Extrem-1er nach Vorbild von M3 und M5 testen, wer weiß?

Derlei Ambitionen dürften VW bei seinem Hingucker fremd sein. Dem „Up!“, Stadtmini von der IAA, hat man für Tokio einen Microvan namens „Space Up!“ zur Seite gestellt – mit 3,68 Meter etwas länger, aber immer noch kurz, vier gegenläufig angeschlagene Türen, vier Sitze und wieder Heckmotor. Das Ende der Studien-Familie soll das aber noch nicht sein: In Los Angeles im November will uns VW den dritten „Up!“ präsentieren. Ein Cabrio vielleicht? kko

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