Tradition : Was für eine Geschichte – Mazdas 323

Mazda 3? Bei der Ziffer im Namen dämmert es vielleicht so manchem, der die Marke ein bisschen kennt: Dieser Kompakte hat Tradition.

 Zu einem Preis von 8 490 DM stellten die damals mit Argwohn beäugten Japaner den mit Chromstoßstangen versehenen 323 in Deutschland vor. Den Antrieb der hinteren Starrachse besorgten robuste Vierzylindermotoren mit einem Leistungsspektrum von 45 bis 82 PS. Bereits die ab 1980 erhältliche zweite Auflage schaffte es dank modernem Design und zeitgemäßem Frontantrieb zum erfolgreichsten japanischen Importwagen in Deutschland. Und nicht nur in Westdeutschland war die Nummer 323 ein Erfolg – in der ehemaligen DDR war der Mazda ebenfalls zu haben, wenngleich nur für Privilegierte.

Mit Erscheinen der dritten Generation im Jahr 1989 ergänzte Mazda die Angebotspalette um den 323 F. Einer sportlichen, geduckten, fünftürigen Variante mit Heckklappe und versenkbaren Scheinwerfern, die das bis dahin biedere Image des Modells aufpolieren sollte. Dazu verfügten die Motoren nun weitestgehend über Zylinderköpfe mit moderner Vierventiltechnik. Als Spitzenmodell fungierte eine Turbovariante mit 185 PS und Allradantrieb.

Das Groß der Kunden hielt jedoch den Basismodellen die Treue und setzte eher auf Komfort als auf Sportlichkeit. Das bewog den Hersteller dazu, in der fünften Baureihe (ab 1994) erstmals einen 2,0 Liter großen Sechszylinder mit 144 PS anzubieten. Dessen Erfolg blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, sodass dieses Aggregat in dem deutlich runderen Mazda 323 der letzten Generation nicht mehr zum Einsatz gelangte.

Über seine gesamte Lebensdauer konnte die Baureihe 323 maßgeblich zum guten Ruf japanischer Autos beitragen. Mehrmals hintereinander bestätigte der ADAC dem 323 eine hervorragende Zuverlässigkeit. Nach insgesamt 26 Jahren endete 2003 mit dem Erscheinen des Mazda3 getauften Nachfolgers eine der erfolgreichsten Karrieren im internationalen Automobilbau. sj

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