Trotz Sprachbarriere : Wie Unfälle im Ausland schnell geregelt werden

Ein Blechschaden ist immer ärgerlich, vor allem jedoch im Ausland. Hier gibt es nicht nur Sprachbarrieren, sondern auch unbekannte Verkehrsregeln und fremde Versicherungen. Und nicht jeder hat gleich die passenden Rufnummern zur Hand. Mit diesen Tipps lassen sich Unfälle in der EU einfacher regeln.

Bei einem Unfall im Ausland ist der Stress oft besonders groß. Wer jetzt ruhig bleibt und die richtigen Maßnahmen ergreift, hat später bei der Schadensregulierung weniger Probleme.
Bei einem Unfall im Ausland ist der Stress oft besonders groß. Wer jetzt ruhig bleibt und die richtigen Maßnahmen ergreift, hat...Foto: dpa

Ein Blechschaden mit dem Auto kann im Ausland kompliziert werden, muss er aber nicht. In jedem EU-Land gibt es für jede Versicherung einen Ansprechpartner, der die eigene Sprache spricht, den sogenannten Schadensregulierungsbeauftragten, teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Demnach können Geschädigte schnell und einfach mit der Versicherung des Unfallgegners Kontakt aufnehmen.

Sollten Autofahrer die gegnerische Versicherung nicht kennen, hilft der Zentralruf der Autoversicherer in Hamburg weiter (Tel.: 0800/250 26 00). Anrufer aus dem Ausland erreichen den Zentralruf unter 0049/40/300 330 300. Nach § 8 des Pflichversicherungsgesetzes (PflVG) ist der Zentralruf der Autoversicherer die gesetzlich anerkannte Auskunftsstelle in Deutschland zur Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen. Der Zentralruf ist rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr erreichbar.

„Wir ermitteln die jeweilige Versicherung und benennen auch gleich einen Ansprechpartner in Deutschland“, sagt Heiko Beermann, Geschäftsführer der GDV Dienstleistungs-GmbH, die den Zentralruf betreibt. Damit der Schaden schnell aufgenommen werden kann, sollten Pkw-Fahrer den Europäischen Unfallbericht mitführen. Dieser erleichtert das Auflisten der Schäden am Unfallort. Es liegt eine Übersetzungsbroschüre bei, die bei der Verständigung mit dem Unfallgegner hilft. Über die Internetseite der GDV kann der EU-Unfallbericht kostenlos heruntergeladen werden. (dpa/GDV)

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