TÜV-Statistik : Jedes fünfte Auto fällt durch

Defekte Beleuchtung, Probleme an Bremsen: Knapp 20 Prozent der Wagen in Deutschland haben so schwere Mängel, dass sie die TÜV-Plakette nicht auf Anhieb bekommen.

Erhebliche Mängel: Die Prüfer mussten jedes fünfte Auto zurück zur Werkstatt schicken.
Erhebliche Mängel: Die Prüfer mussten jedes fünfte Auto zurück zur Werkstatt schicken.Foto: dpa

Jedes fünfte Auto in Deutschland fällt wegen größerer Technikprobleme bei der Pflichtuntersuchung des TÜV zunächst durch. An 19,7 Prozent der Fahrzeuge wurden erhebliche Mängel festgestellt, das waren etwas mehr als im Vorjahr mit 19,5 Prozent, wie der Verband der Technischen Überwachungsvereine (VdTÜV) mitteilte. Das bedeute, dass rund acht Millionen Pkw die Anforderungen an die technische Sicherheit nicht auf Anhieb erfüllten und erst in die Werkstatt mussten, ehe sie die Plakette bekamen.

Leichte Mängel hatten demnach 26,3 Prozent der Wagen, komplett ohne Beanstandungen waren 53,9 Prozent. Besonders viele Probleme entdeckten die Prüfer an Beleuchtung, Achsen, Bremsleitungen und Schläuchen. Für die Übersicht wurden rund acht Millionen Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2010 und Juni 2011 ausgewertet.

Toyota Prius siegt erneut

Bei relativ neuen Wagen, die bei der Untersuchung bis zu drei Jahre alt waren, hatten der Übersicht zufolge 5,9 Prozent erhebliche Mängel. Bei fünfjährigen Fahrzeugen waren es 10,3 Prozent, bei neunjährigen 22,2 Prozent und bei elfjährigen 26,8 Prozent.

Der Toyota Prius konnte unter den Autos bis zu 3 Jahren erneut die beste Bilanz vorweisen.
Der Toyota Prius konnte unter den Autos bis zu 3 Jahren erneut die beste Bilanz vorweisen.Foto: dpa

Am besten schnitt bei den jüngsten Fahrzeugen bis drei Jahre zum zweiten Mal in Folge der Toyota Prius ab. Bei diesen Modellen wurden in 1,9 Prozent der Fälle erhebliche Mängel entdeckt. Am unteren Ende rangierte in dieser Auswertung der Dacia Logan (12,5 Prozent mit erheblichen Mängeln).

Den Zustand eines Fahrzeugs beeinflussten diverse Faktoren, erläuterte der VdTÜV: „Die Stärken und Schwächen in der Fertigung und die Qualität von Bauteilen spielen dabei genauso eine Rolle wie auch das Nutzerverhalten der Autofahrer oder die Qualität der Werkstätten“, sagte Geschäftsführer Klaus Brüggemann. (dpa)

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