Auto : Und GTI geht doch sparsam – als GTD

Dieser Golf kann beides: Er macht dem Fahrer Spaß und er schont des Fahrers Geldbeutel. Ein erster Fahreindruck

Ulrike Goldner/ddp
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Kostprobe. Wer immer noch Vorurteile gegen einen Diesel hat, möge einen Sonntag mit dem GTD in die Mark fahren. Dieser neue Golf...

Dieser Dreiklang macht richtig Spaß. Unglaublich kraftvoller Durchzug. In der Spitze Tempo 222. Extrem leise. Und dazu ein Verbrauchswert, der laut VW-Angaben bei nur 5,3 Litern (CO2-Ausstoß 139 Gramm/Euro 5) liegt. Mit dem neuen Golf GTD stellen die Wolfsburger dem erst vor wenigen Wochen eingeführten GTI jetzt einen sparsamen und dennoch überaus dynamischen Diesel-Bruder zur Seite.

Der Zweiliter-Selbstzünder mit Common-Rail-Einspritzung samt Turboaufladung leistet 170 PS und wuchtet ein Drehmoment von satten 350 Newtonmetern bereits bei 1750 Touren über eine Sechsgang-Schaltung auf die Vorderachse. Wahlweise kann auch ein automatisches Doppelkupplungsgetriebe (DSG) geordert werden (1875 Euro).

Einerlei, für welches Getriebe man sich entscheidet – der GTD bietet reichlich Fahrspaß. Die stärkste Diesel-Variante der sechsten Golf-Generation kommt gut aus den Startlöchern, zeigt sich bei Überholmanövern agil und hinterlässt auf langen Strecken einen souveränen Eindruck. Angenehmer Zurückhaltung befleißigt sich der GTD bei den Arbeitsgeräuschen des Selbstzünders und an der Tankstelle.

Bei ersten Fahreindrücken und zügigem Tempo zeigte der Bordcomputer 6,8 Liter. Geht es beim Beschleunigen richtig zur Sache, meldet sich der Diesel mit einem eigens komponierten, sportlichen Sound zu Wort und macht auf seine „Seelenverwandtschaft“ (O-Ton VW) zum GTI aufmerksam.

Durchaus GTI-sportlich lässt sich der GTD auf kurvenreichen Landstraßen bewegen. Dabei folgt der Wagen präzise den Lenkanweisungen. Die Federn und Dämpfer der hinteren Stabilisatoren haben die Techniker konsequent und spürbar auf die Leistung des neuen Turbodiesels abgestimmt.

Optisch lehnt sich der neueste Golf-Ableger in vielen Details an das Aussehen des 210 PS starken GTI an. So ist die Front identisch gezeichnet. Lediglich die roten Querstreifen des GTI sind beim GTD in Chrom gehalten. Am Heck indessen unterscheiden sich die beiden sportlichen Golf-Vertreter auf den ersten Blick. Während der GTI jeweils ein Endrohr rechts und links aufweist, ragt beim GTD ein verchromtes Doppelendrohr aus dem Diffusor. Das macht Eindruck. So wie auch die umfangreiche Ausstattung, die bereits in der 27 475 Euro teuren Basisversion (Zweitürer) unter anderem 17-Zoll-Aluräder, CD-Radio, Parkpilot und Climatronic enthält. Ulrike Goldner/ddp

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