…UND IM VERGLEICH? : Und jetzt eine Runde Kniffel

Kias Würfel Soul gegen Fiats Würfel Qubo

Wenn zwei Hersteller das Gleiche versuchen, ist das noch lange nicht dasselbe. Deshalb lassen wir die Kiste von Kia gegen eine Kiste von Fiat antreten, die wir vor einigen Wochen vorgestellt haben.

DAS OUTFIT

Ab und an wird italienische Designermode von Asiaten kopiert. Das ist beim Soul kein Thema. Der Koreaner kreiert mit seiner kantigen und dennoch lässigen Formensprache seinen eigenen Stil. Der Qubo ist sicher auch kein 08/15-Typ, aber ihm merkt man die Verwandtschaft zum Handwerker-Bruder Fiorino an. Da helfen auch die poppigen Farben nichts.

Korea landet einen Auswärtssieg:

1:0 für den Soul

DER NUTZWERT

Beim Personentransport punktet der Soul. Vier Erwachsene haben sehr bequem Platz. Das ist beim Italo-Lifestyler nur bedingt der Fall. Bei der Vielseitigkeit dreht Qubo aber mächtig auf. Die praktischen Schiebetüren, das variable, faltbare Gestühl und der daraus resultierende große Stauraum von bis zu 2,8 Kubikmetern sind schon eine Ansage.

Die italienische Spiel-Virtuosität wird durch koreanischen Einsatz wettgemacht: Unentschieden in diesem Punkt, insgesamt bleiben die Asiaten mit 2:1 vorne.

DER INNENRAUM

Das etwas nüchterne Cockpit des Qubo ist ordentlich verarbeitet, die geriffelten Oberflächen lockern das Hartplastik-Ambiente auf und in den Türen findet man sogar Stoffeinsätze. Die Standardsitze sind durchaus kommod. Der Innenraum des Souls gefällt mehr. Das Soul-Cockpit sieht schicker aus, ist aber auch schlechter verarbeitet. Und die Sitzposition des Fahrers ist aufgrund der fehlenden Längsverstellung des Lenkrads nicht optimal.

Italien gleicht aus: 2:2

DAS FAHREN

Jetzt setzt der Soul zu einem wahren Sturmlauf an. Das gut abgestimmte Fahrwerk ist komfortabel und der Korea-Dribbler bleibt auch bei schnellen Kurvenfahrten lange neutral. Der Qubo schlägt sich wacker und versucht mit seinem ebenfalls komfortabel abgestimmten Fahrwerk einen Konter zu setzen. Doch wenn es schnell wird, kann der Italiener nicht mithalten. Das liegt auch an den schwächeren Motoren.

Deutlich: Korea geht mit 3:2 in Führung.

AUSSTATTUNG & PREIS

Beide Kombattanten glänzen nicht gerade mit einem Füllhorn an Annehmlichkeiten. Auf den ersten Blick hat der Qubo eine echte Chance auf den Ausgleich. Immerhin kostet er in Basisausstattung 12 990 Euro und ist damit knapp 2000 Euro billiger als der Soul. Doch beim Italiener sind ESP und geteilte Rückbank nicht serienmäßig. Außerdem nur vier Airbags. Der Koreaner bietet nicht nur sechs davon, sondern auch den Schleuderverhinderer serienmäßig. Das relativiert den höheren Anschaffungspreis.

Deswegen rettet der Kia Soul einen 4:3-Sieg über die Zeit. gomo

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