Auto : Und jetzt mit Gefühl

Bei Kia bestimmte bisher die Vernunft das Bild – mit den GT-Versionen des Ceed folgt jetzt die Emotion.

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GT wie Gerne Turbo. Die 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer beschleunigen den Sport-Ceed auf maximal 230 km/h . Zwischen Null und 100 km/h vergehen gerade mal 7,7 Sekunden.
GT wie Gerne Turbo. Die 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer beschleunigen den Sport-Ceed auf maximal 230 km/h . Zwischen Null und...

Wenn er so da steht in strahlendem Weiß, dann bleibt einem nichts als den Hut zu ziehen. Beim Design hat Kia den Bogen raus. Kleine, aber gezielt eingesetzte Zutaten machen aus dem eher soliden Ceed einen anregenden Hingucker. Übertrieben oder gar prollig wirken die GT-Versionen, die ab August für den Drei- und Fünftürer erhältlich sein werden, jedenfalls trotz edler 18-Zöller, aggressiver LED-Leuchten und Heck-Diffusor keineswegs.

Auch der Motor des GT gibt sich eher brav; der Sound verrät jedenfalls nicht, wie gut er seine Sache macht. Immerhin 204 PS haben die Entwickler aus dem bekannten 1,6-Liter-GDI des herkömmlichen Ceed herausgeholt. Vor allem haben sie dem müden Sauger einen frechen Turbo eingepflanzt. Der GT stellt sein Drehmoment ebenso beherzt wie gleichmäßig zur Verfügung. In Kombination mit dem deutlich gestrafften Fahrwerk ergibt sich eine gehörige Portion Fahrspaß, auch wenn sich die Lenkung viel künstlicher anfühlt als etwa in einem Seat Leon.

Dass man im GT bei aller Zackigkeit komfortabel unterwegs ist, passt zur Philosophie. Kia geht es nicht um einen „Über- Sportler“ vom Schlage des Golf GTI, wie es bei der Präsentation hieß. Vielmehr ist man stolz darauf, jetzt die immer drängender werdende Nachfrage nach einem Kompakten im Trainingsanzug befriedigen zu können. Spätestens nach dem Öffnen der Türen erschließt sich, wie ernst die Koreaner ihren Job genommen haben: Echte Recaros hatten sie bislang genauso wenig im Angebot wie die Möglichkeit, einen speziellen Tacho im Race-Design anzeigen zu lassen. Das Leder-Velous-Gestühl lockt mit ausgeprägten Seitenwangen, enttäuscht aber unterwegs. Zwar lassen sich die Sitze weiter absenken als bei anderen Asiaten – allerdings nur im Bereich des Pos. Die Sitzfläche ragt also zum Lenkrad hin steil nach oben. Serie sind die Recaros schon in der Basis – das passt zum vorbildlichen Ausstattungsumfang der GT-Linien Challenge (jeweils ab 24 490 Euro) und Track (ab 26 990 Euro) – mit siebenjähriger Garantie und für Schnellentschlossene mit siebenjähriger Wartung.

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