• …und so funktioniert der neue Antrieb Ein Blick auf das Konzept des 3008 Hybrid4

Auto : …und so funktioniert der neue Antrieb Ein Blick auf das Konzept des 3008 Hybrid4

Dieser Hybridantrieb ist so einfach wie genial. Statt eines teuren und komplizierten Planetengetriebes, welches das Zusammenspiel von Verbrennungs- und Elektromotor regelt, arbeiten bei Peugeot beide Motoren in einer so genannten modularen Antriebsarchitektur zusammen. Und zwar voneinander getrennt. Der Diesel treibt die Vorderachse an; der E-Motor die Hinterachse. Wie soll das gehen?

Als erster Autohersteller haben die Franzosen ein grundlegendes Konstruktionsprinzip aus dem Flugzeugbau in den Automobilbau übernommen: Aus Fligh by wire wird Drive by wire. Leichte Kabel für die elektronisch gesteuerte Zusammenarbeit ersetzen schwere mechanische Verbindungen. Das hat vier Vorteile: Erstens muss der Vorderwagen nicht aufwendig verändert werden. Zweitens spart dies Kraftstoff. Drittens sorgt dies für eine ähnlich optimale Gewichtsverteilung wie bei Sportwagen (51 zu 49 Prozent). Und viertens erlaubt die kompakte Raumlenker-Hinterachse aus dem Peugeot 508 (für Freaks: mit integriertem Permanent-Synchronmotor) den kostengünstigen Einsatz dieses Antriebsmoduls auch in anderen Fahrzeugen, auch in denen mit Benzinmotoren.

Der bekannte Zweiliter-Diesel im 3008 Hybrid4 leistet 163 PS und bietet 300 Newtonmeter Drehmoment ab 1750 Touren. Er ist gekoppelt mit einem automatisierten Sechsganggetriebe. Der E-Motor von Bosch leistet 37 PS und hat ein Drehmoment von 200 Newtonmeter bei 1290 Touren. Die sogenannte Systemleistung beträgt 200 PS. Die rund 50 Kilogramm schwere Nickel-Metallhydrid-Hochleistungsbatterie von Sanyo sitzt sicher vor der Hinterachse. Insgesamt wiegt der Hybridantrieb rund 120 Kilogramm. Das neuartige 11 PS starke Starter-Generator-System lässt den an der Ampel automatisch abgeschalteten Diesel seidenweich wieder anspringen, und es unterstützt bei bestimmten Bedingungen den Antrieb.

Über einen Drehschalter auf der Mittelkonsole lassen sich vier Fahrprogramme wählen: Auto, 4WD, Sport und ZEV (rein elektrisches Fahren). ZEV ist das Richtige, um frühmorgens die Nachbarn nicht zu stören. Geht der Fahrer vorsichtig mit dem Gaspedal um, kann der 3008 Hybrid bis zu vier Kilometer und bis zu Tempo 60 dahin gleiten. Bei 4WD, der Name sagt es schon, arbeiten beide Motoren zugleich, der 3008 wird zum vorübergehenden Allradler. Das ist gut im Winter. Bei „Sport“ wird der E-Motor als „elektrischer Nachbrenner“ verwendet. Dann mutiert der 4,37 Meter lange und voll beladen 2,2 Tonnen schwere Crossover zum Sportler. In nur 8,5 Sekunden stürmt er aus dem Stand auf Tempo 100. Doch dies treibt den Verbrauch auf acht Liter.

Richtig sparsam ist er im „Auto-Modus“, wo die Elektronik für das optimale Zusammenspiel von Verbrenner und E-Motor sorgt. Da fährt der 3008 Hybrid bis Tempo 70 elektrisch, darüber mal elektrisch, mal mit Diesel, je nach Fahrweise. Über 120 km/h verabschiedet sich der E-Motor ganz, weil der dann nichts mehr bringt. Ein stärkerer würde das System nur verteuern. Dies sei die beste Variante, sagt Peugeot. rr

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