Auto : Unter Umständen

Für den offiziellen Mitfahrer gibt es klare Regeln

Sitzen 17-Jährige am Steuer, dann muss der begleitende Fahrer vorher schriftlich festgelegt worden sein. Der Onkel, ein Freund oder der Nachbar kann beim so- genannten begleiteten Fahren mit 17 nicht spontan als Beifahrer einspringen, erklärt Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat. Nach Paragraf 48a der Fahrerlaubnisverordnung muss der Begleiter bei der Fahrerlaubnisbehörde namentlich festgehalten und in die Prüfbescheinigung eingetragen werden. Diese Prüfbescheinigung muss der Fahranfänger dann zusammen mit einem Ausweis bei sich führen, wenn er ein Fahrzeug bewegt.

An den begleitenden Fahrer werden auch sonst einige Anforderungen gestellt: Er muss mindestens 30 Jahre alt sein und seit fünf Jahren einen Führerschein der Klasse 3 beziehungsweise B besitzen. Außerdem darf er nicht mehr als drei Punkte in Flensburg haben. Sitzen nicht die Eltern neben dem Fahranfänger, dann müssen auch sie der Begleitperson zustimmen, damit sie ihre Aufgabe wahrnehmen darf. Die Funktion des Begleiters können auch mehrere Personen einnehmen. Sie müssen dann aber alle in die Prüfbescheinigung eingetragen werden. Aber: Die Begleitperson ist nicht der Fahrzeugführer. Sie dürfe daher nicht aktiv ins Fahrgeschehen eingreifen, sondern müsse sich auf Tipps und Erklärungen beschränken, erklärt Rademacher. Baut der Fahranfänger trotzdem einen Unfall, müsse er dafür geradestehen wie ein volljähriger Fahrer. „Der begleitende Fahrer kann nicht haftbar gemacht werden.“ dpa

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


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