US-Autobauer in der Krise : Schweres Heimspiel in Detroit

Detroit, die einst stolze Autohochburg, ist für General Motors, Ford und Chrysler längst zum Wahrzeichen ihrer schlimmen Lage geworden. Milliardenverluste und ein einbrechender US-Autoabsatz setzen den Konzernen schwer zu.

Daimler reichte im Sommer 2007 noch rechtzeitig die Scheidung von Chrysler ein und verkaufte 80 Prozent an den Finanzinvestor Cerberus. Wenig später wäre der Deal wegen der Kreditkrise nicht mehr drin gewesen, räumte Daimler-Chef Dieter Zetsche später ein.

Cadillac, Ford und Chrysler stehen vor Herkulesaufgaben. Die drei Konzerne strichen in zwei Jahren rund 80000 Jobs und schlossen zwei Dutzend Werke. Allein bei Chrysler, dem kleinsten der einst gerühmten „Big Three“, sollen noch bis zu 25000 Arbeitsplätze wegfallen.

Mit der Autogewerkschaft UAW konnten die US-Firmen Tarifverträge mit drastischen Kosteneinsparungen aushandeln. Das US-Wirtschaftsmagazin „Portfolio“ mahnte, es gebe „keine Entschuldigungen mehr“.

Steigende Spritpreise und die Finanzkrise ließen den US-Automarkt 2007 um 2,5 Prozent schrumpfen – auf den niedrigsten Stand seit Ende der 90er. In diesem Jahr soll es noch schlimmer kommen: Der größte Automarkt der Welt könnte den Titel bald an Europa verlieren. Nicht einmal die ruinösen Rabattschlachten konnten diesen Trend stoppen. Die US-Hersteller brachen 2007 beim Absatz im Heimatmarkt weit über Durchschnitt ein, am heftigsten Ford mit einem Minus von zwölf Prozent. dpa

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