Verwandlungskünstler : Der kann auch anders

Im Januar startet Opels Familienvan, der Zafira in der inzwischen dritten Neuauflage. Was sich ändert und wie er sich fährt, lesen Sie hier.

Stefan Woltereck
Das beliebteste Auto seiner Art geht, modifiziert und überarbeitet in die dritte Runde.
Das beliebteste Auto seiner Art geht, modifiziert und überarbeitet in die dritte Runde.Foto: Promo

Mehr als 2,2 Millionen gebaute Exemplare: Opel brachte mit dem Zafira 1999 den ersten Kompaktvan eines deutschen Herstellers. Sieben Sitze oder 1,7 Kubikmeter Stauraum – und das Ganze kompakt wie ein Astra. Mit dem Zafira feierte bei uns eine neue Art von Auto Premiere: höher als der übliche Kombi, geräumiger, mit hoher Sitzposition und besonders guter Übersicht. Opel traf ins Schwarze. Der Zafira ist noch heute eines der erfolgreichsten Modelle seiner Art.

Im Januar startet die nunmehr dritte Generation: mit dem Zusatznamen „Tourer“, eine Handbreite gewachsen auf nunmehr 4,66 Meter Länge, mit fast 1,9 Kubikmetern Stauraum, mit dreißig verschiedenen Ablagemöglichkeiten – und vor allem mit einem einzigartigen neuen (allerdings aufpreispflichtigen) Sitzsystem namens „Lounge“. Es besteht aus drei Einzelsitzen in der Mitte, die sich verschieben und als ebene Ladefläche flach legen lassen. Vor allem aber lässt sich der mittlere Sitz mit raffinierten Gelenken so klappen, dass nur noch komfortable Armlehnen für die Passagiere auf den äußeren Plätzen übrig bleiben.

Ganz nach hinten geschoben rücken deren Sitze um fünf Zentimeter nach innen. Der Zafira ist weiterhin ein Siebensitzer, ein Fünfsitzer mit Riesen-Kofferraum, aber auch ein Viersitzer mit fürstlichen Platzverhältnissen – und ein Kleintransporter.

Die neue Karosserie erinnert mit ihren „Bumerang“-Scheinwerfern an den Insignia und vor allem an den Ampera. Die Seitenflanken ziert wieder die für die neueren Opel-Modelle typische Sichel. „Verkehrt herum“ öffnende hintere Türen wie beim Meriva gibt es nicht. Aber wieder den herausziehbaren Flex-Fix- Heckträger. Er trägt jetzt vier Räder (bis 100 kg Gewicht) und lässt sich so abklappen, dass die Hecktür auch bei beladenem Heckträger aufschwingen kann.

Mit 1,69 Metern ist der neue Zafira um eine Handbreite nach oben gewachsen. Die höhere Sitzposition erleichtert die Übersicht nochmals. Auch der zweigeteilte Windschutzscheiben-Pfosten mit großer Glasfläche verbessert die Sicherverhältnisse wie das Raumgefühl. Fahrer des bisherigen Modells finden sich sofort zurecht: große, sehr übersichtliche Instrumente, leichte, exakte Schaltung, einfache und logische Bedienung. Neu ist die aus dem Meriva bereits bekannte Flexrail-Mittelkonsole. Die Armlehne samt Ablagebox und Getränkehalter lässt sich auf Aluminiumschienen in die geweils gewünschte Position schieben.

Lesen Sie auf Seite zwei über das Fahrgefühl beim neuen Opel Zafira.

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