Auto : Viel Platz für die grüne Alternative

Unterwegs im Alltag mit einem kleinen Hybriden.

Auf den ersten Blick…



ein recht hoher Kleinwagen, eine Art Microvan. Honda war bemüht, den Jazz nicht langweilig aussehen zu lassen – Toyotas Prius jedenfalls sieht schlechter aus.

Pluspunkte gibt es vor allem für…

die innere Größe. Gleich, wo man sitzt, der Kopf ist frei. Werden die vorderen Sitze nicht ganz zurückgefahren, sitzt man im Fond kommod. Famos ist die Flexibilität der hinteren Sitze: Es lässt sich nicht nur die Lehne umklappen, sondern das komplette Gestühl. Das schafft Platz für aufrechte Gummibäume oder Fahrräder. Wer damit angeben will, öffnet die Jalousie des Panoramadaches und lässt alle hineinschauen, die im 1. Stock aufwärts wohnen. Prima ist die Federung; auch die Dämmung, dank derer der hochbauende Jazz selbst auf der Autobhan erträglich leise bleibt. Außen vor der Lüftung sind Cupholder ins Armaturenbrett eingelassen – gute Idee, spart Platz. Die Rundumsicht ist dank schmaler B-Säule bestens.

Weniger Charme hat…

es, wie sich der Hybrid anfühlt, wenn es an Steigungen oder ans heftige Beschleunigen geht. Wenn der 14-PS starke Elektromotor dem 88-PS-Benziner helfen muss, klingt und wirkt der Wagen sehr angestrengt. Der Tank ist zu klein; der Innenraum fad gestaltet; was fehlt, ist die Option eines fest eingebauten Navis.

Das spannendste Detail…

ist die grün-blaue Verbrauchsshow im Zentralinstrument. Wer an sich arbeiten will, kann Balken, Blümchen und Statistiken studieren. Das motiviert, es mal mit sanftem Gasgeben und sanftem Bremsen statt mit Bleifuß zu probieren.

Unterm Strich das richtige Auto für…

alle, die ein Raumwunder mit alternativen Antrieb suchen. Ob sich der Hybridaufwand angesichts eines Testverbrauchs von sieben Litern lohnt? Sagen wir es so: Was Komfort und praktischen Nutzen angeht, ist der Jazz einer der meist unterschätzten Kleinwagen. eric

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

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