Auto : Viele schöne Autos für Obama Niedriger Ölpreis bremst die Spritsparer

Ingo Hasewend
250674_0_638a6b58.jpeg
Sparspaß. Auf Traumverbräuche soll es

Es ist ein Signal an die neue Regierung von Barack Obama. Da sind sich viele Beobachter bei der Autoshow in Detroit einig. Die amerikanischen Autohersteller schauen in diesem Jahr bei der NAIAS nicht so sehr auf das Jahr 2009, sondern präsentieren die nähere Zukunft. Und die ist grün. Die riesige Cobo-Hall ist vollgestellt mit Konzepten, die signalisieren sollen: Wir sind lebendig, wir haben eine Idee und wir sind würdig, Hilfe aus Washington zu bekommen.

Und so stehen die meisten Weltneuheiten, die tatsächlich bald auch bei den Händlern erfahrbar sind, auf den Ständen der deutschen Autobauer. Mercedes glänzt neben der neuen E-Klasse vor allem mit dem SLR Stirling Moss. Mit 650 PS fährt der Rennwagen gegen die Autokrise an und jedes ökologische Gewissen. Aber das haben zumindest die amerikanischen Konsumenten offenbar sowieso nur dann, wenn der Ölpreis hoch ist. Das zeigt ein Gespräch am Toyota-Stand. Das neue Modell des Hybriden, der in Detroit zum ersten Mal in seiner neuen Version zu sehen war, ist ein Bestseller – wenn der Ölpreis hoch ist: Im ersten Halbjahr 2008 wurde der Prius auf dem Gebrauchtmarkt über dem Neupreis gehandelt. Doch mit dem Absinken des Ölpreises wurde aus dem Lieferengpass ein Nachfrageeinbruch. Immerhin soll laut Toyota auch die dritte Generation des Prius in Nordamerika wieder zu den Top Ten der verkauften Autos gehören.

Während General Motors, Ford und Chrysler vor allem viel Hoffnung nach Detroit mitgebracht haben, präsentiert BMW mit dem überarbeiteten Roadster Z4, der nun deutlich runder geworden ist, eine fassbare Weltpremiere. Ebenso neu ist der Audi R8 mit zehn Zylindern.

Doch auch die deutschen Autobauer, die in Detroit im Gegensatz zum amerikanischen Elektroautotrend vor allem auf die saubere Dieseltechnik setzten, wagen einen Blick in die weitere Zukunft. Gut aufgenommen wurde der VW-Roadster „Blue Sport“. Er soll sparsam sein und bis zu 55 Meilen pro Gallone Sprit (MPG) erreichen. Eine Traumzahl, wenn man sie mit den Konzeptvorgaben der Amerikaner misst. MPG ist in Detroit so auch die meistgenutzte Abkürzung. Allerdings werden bei den US-Herstellern schon 30 MPG bejubelt. Der Blue Sport mit einem TDI- sowie auch einem TSI-Motor ist von der Serienreife allerdings noch ein Stück entfernt. Ingo Hasewend

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben