Volvo : Praktisch, so ein Spardiesel

Aus dem Motorenangebot Volvos fürs neue Modelljahr sticht vor allem der DRIVe heraus

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Volvos neue Allzweckwaffe ist nicht nur was für 50+....
Volvos neue Allzweckwaffe ist nicht nur was für 50+....Foto: dpa

Manche Entwickler scheinen in Wolkenkuckucksheim zu leben. Sie konstruieren Autos, die tiefer und härter sind als es just die Klientel wünscht, die das Geld hat, um sie zu kaufen. Und wer ist das? Die Generation 50 Plus. So alt ist nämlich der Durchschnittskäufer eines Neuwagens laut einer neuen Studie der Universität Duisburg-Essen. Jeder dritte private Neuwagen wird sogar von der Gruppe 60 Plus gekauft. Gut, dass es Volvo gibt, mit seiner besonderen Art, Autos zu bauen.

Wieso? Ganz einfach. Die Schweden sind sich aller Design-Experimente zum Trotz an einer Stelle treu geblieben. Sie bauen nach wie vor Autos, bei denen der Begriff Federung nicht aus den Konstruktionsunterlagen getilgt worden ist. Sie federn auch ohne teuren elektronischen Schnick-Schnack verbindlich. Wie Volvos weltweit meistverkaufter Kombi, der V70. Den gibt es bei uns schon seit vier Jahren zu kaufen, und den haben sie jetzt fit gemacht für die neue Zeit. Wie? Mit überarbeiteten Motoren, die mehr leisten und weniger schlucken. Mit serienmäßigem Start-Stopp-System für vier Motoren, mit nun serienmäßigem City Safety System, das bis Tempo 15 Auffahrunfälle verhindern oder bis Tempo 30 Unfallfolgen vermindern helfen kann.

Und nicht zuletzt gibt es nun die DRIVe-Version mit einem neuen Spardiesel, der sich bei Volvo zur Allzweckwaffe gegen hohe Kraftstoffverbräuche zu entwickeln scheint. Der nun 115 PS starke Diesel von Kooperationspartner Peugeot/Citroén soll laut Werk auf 100 Kilometer nur 4,5 Liter schlucken. Wir kamen im echten Leben auf 5,1 Liter. Topp! Die 1,6-Liter-Maschine zieht – nach einer kleinen Anfahrschwäche – gut durch; der Hebel der Sechsgangschaltung liegt optimal zur Hand, und er lässt sich flüssig durch die Gassen bewegen. Der Vierzylinder muss selten über 2500 Touren gedreht werden. Bald stellt man verwundert fest, das der Fahrstil etwas anders geworden ist: lässig, locker, vorausschauend – entspannt. Die Hektik des Alltags bleibt draußen.

Lesen Sie auf Seite zwei, warum der Komfort trotzdem nicht auf der Strecke bleibt.

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