Auto : Von langer Hand geschönt

Mit dem A7 schließt Audi eine Lücke – und feiert sich selbst

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Entwicklungs-Vater Michael Dick versucht es erst gar nicht. Würde ihm doch ohnehin keiner glauben, dass er jedes Kind gleich lieb hat. „Für uns ist das ein Meilenstein“, sagt uns der Technik-Vorstand Anfang der Woche bei der Weltpremiere des A7 in München, „den Traum hatten wir lange“. Dick ist kein Mann flotter Worte. Moderatorin Katrin Bauerfeind will wissen, wie es sich so anfühlt, das Happy End vom großen Coupé und was ihn bewegt, nun, wo der A7 so da steht, endlich fertig, gerade enthüllt, heftig beklatscht. Dick antwortet mit Vokabeln wie Pflichtenheft und Querbeschleunigung und Materialbeschaffenheit. Bauerfeind lacht – und macht Dick mit ihrer Zusammenfassung zum dann doch noch strahlenden Star der Party: „Also mit einem Wort – geil!“

Wer trotz und nach allem noch ein Auto-Herz hat, stimmt zu: Viersitzer diesen Schlages hakt man nicht im Vorbeigehen ab, nicht einen Rapide von Aston Martin und nicht einen CLS von Mercedes. Und jetzt: Audi spannt einen Bogen zwischen dem A6 und dem A8. Designchef Stephan Sieloff klebt – Foto rechts – Linien an die Tafel, erklärt in der Pinakothek der Moderne sinnlich, was er, was Audi unter Kunst versteht: Linien, die Kraft mit Eleganz zusammenbringen sollen und Stärke mit Stil. Von vorne ähnelt der A7 sehr dem A8, im Profil dem A5 Sportback und von hinten ein wenig dem legendären Audi 100 Coupé S. Nun wissen wir, wie er ausschaut, der Traum von Herrn Dick. Wie er sich fährt, werden wir sehen – im Herbst.

Für knapp 52 000 Euro aufwärts gibt es einen größeren Kofferraum als im A8 und wahlweise einen von vier Sechszylindern.

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