Vorstellung Mercedes Vito : Der Vito schuftet hart für Platz eins

Große Ziele für den Stern: Der neue Mercedes Vito soll dem Platzhirsch VW Transporter Kunden abjagen – mit viel Pkw-Sicherheitstechnik an Bord und einem Gefühl wie in der E-Klasse.

von
Markant: Mercedes spendierte dem Vito ein markentypisches Gesicht.
Markant: Mercedes spendierte dem Vito ein markentypisches Gesicht.Foto: Promo

Einen eindrucksvollen Ort hatte sich Mercedes ausgesucht, um den neuen Vito in Szene zu setzen. Das ehemalige Heizkraftwerk Berlin-Mitte ist mit seinem gigantischen, industriell geprägten Innenraum ein echter Hingucker. Mittendrin die Vitos – großer Auftritt für ein Nutzfahrzeug.

Der Vito greift den VW Transporter an

Seit Einführung des Modells im Jahr 1995 hat Mercedes nach eigenen Angaben 1,2 Millionen Vitos abgesetzt. Die neue Generation soll den Absatz noch einmal kräftig ankurbeln. Unternehmenslenker Dieter Zetsche formuliert den Anspruch markig: „Wer hart arbeitet, der muss sich nicht auf Dauer mit Platz zwei zufriedengeben.“ Um Erster zu werden, müsste der Vito allerdings den Primus VW Transporter überholen. Nicht einfach.

Der erste Eindruck: Optisch macht der Wagen schon einmal einiges her. Das ist bei einem Nutzfahrzeug natürlich zweitrangig, aber mal ehrlich: Als Autolenker fühlt man sich einfach besser, wenn einem das Fahrzeug auch gefällt. Also spendierte Mercedes dem Vito ein markentypisches Gesicht, mit Überholprestige. Und Letzteres ist so unwichtig nicht, denn der stärkste Diesel im neuen Vito leistet 190 PS und bringt den Wagen bis auf Tempo 206. Nach nur 9 Sekunden ist man bereits mit Landstraßentempo unterwegs. Selbst die E-Klasse hat in der Basisversion 200 CDI Mühe, da mitzuhalten.

Starker Antritt: Der stärkste Diesel im neuen Vito leistet 190 PS und bringt den Wagen bis auf Tempo 206
Starker Antritt: Der stärkste Diesel im neuen Vito leistet 190 PS und bringt den Wagen bis auf Tempo 206Foto: Promo

Für die meisten Nutzer ist aber vermutlich der neue kleinere Dieselmotor interessanter. Er ist auf geringe Anschaffungs- und Unterhaltskosten ausgelegt, der 1,6-Liter leistet entweder 88 oder 114 PS und soll unter anderem durch lange Wartungsintervalle Kosten sparen. Erst nach 40 000 Kilometern beziehungsweise zwei Jahren muss der Vito so motorisiert zum Service. Der große Diesel schafft bereits Euro 6, die anderen Varianten sind noch auf die derzeit geltende Euro-5-Norm ausgelegt. Außerdem hat man an den Verbräuchen gearbeitet. Je nach Motorisierung verspricht Mercedes zwischen 0,6 und 2,6 Liter weniger je 100 Kilometer. Der sparsamste „Blue Efficiency“ soll mit 5,7 Litern auskommen.

Sicherheit auf Mercedes-Standard

Auch für den Mann hinterm Lenkrad soll der neue Vito Vorteile bringen, unter anderem durch wenig Motorgeräusch und hohe Laufruhe. Nimmt man einmal Platz auf dem Fahrersitz, dann erkennt man das Bemühen, sich dem Pkw anzunähern: Zwar wurde viel Hartplastik verbaut, aber so nett angerichtet, dass man sich tatsächlich nicht wie in einem Lastesel fühlt. Insbesondere vermittelt das neue Multifunktions-Lederlenkrad als Schnittstelle zwischen Mensch und Auto ein sehr wertiges Gefühl. Die Platzverhältnisse sind über jeden Zweifel erhaben. Selbst als Neunsitzer mit drei Sitzreihen bietet der Vito jedem Passagier genügend Kopf- und Beinfreiheit für eine bequeme Fahrt.

E-Klasse-Feeling: Innen will der Vito ein PKW sein.
E-Klasse-Feeling: Innen will der Vito ein PKW sein.Foto: Promo

In Sachen Sicherheitsausstattung ist Mercedes dem Ruf der Marke gerecht geworden. So werden für die Passagierversion Vito Tourer erstmals Fenster-Airbags im Fond angeboten – macht insgesamt acht Luftsäcke im Wagen. Hinzu kommen serienmäßig Assistenten wie Müdigkeitswarner, Seitenwind-Unterstützung mit Lenkausgleich und Reifendruckkontrolle. Gegen Aufpreis gibt es Parkassistent, Abstands- und Totwinkelwarner sowie Spurhalteassistent.

Und nicht zuletzt lässt sich der kommende Vito an viele Transportaufgaben anpassen. Der Wagen ist erhältlich mit zwei Radständen, in drei Längen und bis zu vier Gewichtsvarianten sowie mit Vorderrad-, Heck- oder Allradantrieb. Anlegen muss man für die billigste Variante, den Kastenwagen mit 88-PS-Diesel, exakt 17 990 Euro hinblättern. Einen nackten VW Transporter gäbe es für knapp 29 000 Euro, des Vitos großer Bruder Sprinter kommt minimal auf knapp 25 000 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.

Das kompakte G schaltet den Turbo ein
Lange hat es gedauert, aber jetzt starten die Schwaben durch: Mit dem Mercedes GLA nimmt die Marke mit dem Stern Schwung zum Überholen in der Klasse der Kompakt-SUVs.Weitere Bilder anzeigen
1 von 21Foto: Hersteller
14.02.2014 14:56Lange hat es gedauert, aber jetzt starten die Schwaben durch: Mit dem Mercedes GLA nimmt die Marke mit dem Stern Schwung zum...

Die Mehrfahrgelegenheit - Carsharing in Berlin


Carsharing gilt als Verkehrskonzept der Zukunft, in Berlin wächst das Angebot rasant. Die einen macht die neue Ich-Mobilität glücklich, andere reich, manche wütend. Begegnungen mit Pionieren und Kritikern - und eine Datenanalyse mit vielen interaktiven Grafiken.

Mehrfahrgelegenheit –
ein Projekt von MEHR BERLIN

0 Kommentare

Neuester Kommentar