Vorstellung: Suzuki SX-4 Cross : Schluss mit der Bescheidenheit

Größer, schicker, praktischer: Suzuki hat den Allradler SX-4 in jeder Hinsicht verbessert. Und die Japaner teilen nun in den klassischen SX-4 und den neuen Suzuki SX-4 Cross.

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Schongang. Obwohl der SX4 den Zusatz „S-Cross“ trägt, ist er in erster Linie ein Straßenauto.
Schongang. Obwohl der SX4 den Zusatz „S-Cross“ trägt, ist er in erster Linie ein Straßenauto.Foto: Hersteller

Suzuki macht einen U-Turn: Kauften den bisherigen SX-4 vorrangig Männer Mitte 50, soll der Neue als Crossover zum Familienliebling avancieren. Der Kompakte ist gewachsen, bietet dank längerem Radstand den hinteren Passagieren deutlich mehr Platz. Dazu kommt ein 430 Liter fassender Kofferraum. Der lässt sich ohne Kante prima beladen. Bei umgeklappter Rückbank entsteht eine ebene Fläche, die selbst eine Waschmaschine aufnehmen könnte. Derlei praktische Qualitäten passen zum "Gefühl von Stärke und Stabilität", wie es die Designer mit Verweis auf die gerundete Motorhaube und die geschwungenen Linien vom vorderen Stoßfänger bis zu den hinteren Scheinwerfern vermitteln wollen.

Schickes Detail für einen Wagen dieser Klasse: das Panoramadach. Zwei voreinander liegende Glasplatten geben auf Tastendruck 56 Zentimeter Luft frei – von soviel Himmel können Wettbewerber nur träumen. Allerdings hat die Eleganz einen Haken. Weil eine der Scheiben in den Dachraum verschoben wird, verliert der Innenraum 3,5 Zentimeter an Höhe – Großgewachsene stoßen an. Ansonsten ist der Innenraum solide gestaltet; die Instrumente sind gut ablesbar und übersichtlich in der Softpad-Oberfläche des Armaturenbretts platziert. Als kritikwürdig erweisen sich unterwegs die Vordersitze: Sie geben zwar reichlich Seitenhalt, bei den Wangen hat es Suzuki aber übertrieben. Kleine Fahrer, die ihren Sitz weit vorne einrasten, werden beim Schalten zu verkrampfter Haltung gezwungen.

Konfiguration bleibt übersichtlich

Als 4x4 ist er hilfreich im Winter, bietet aber keine zusätzliche Fahrstufe mit Untersetzung.
Als 4x4 ist er hilfreich im Winter, bietet aber keine zusätzliche Fahrstufe mit Untersetzung.Foto: Hersteller

Die zwei Motorvarianten (1.6-Liter-Benziner und 1.6-Liter-Diesel) werden mit je 120 PS auf die Straße geschickt. Das optionale Allradsystem des Suzuki SX-4 Cross bietet vier Modi: Auto, Sport, Snow und Lock. Steht der Drehschalter in der Mittelkonsole auf "Auto", schaltet das System automatisch vom spritsparenden Front- auf Allradantrieb um, sobald eines der Räder durchdreht. Sollte der Wagen mal im Schnee, Schlamm oder Sand stecken bleiben, hilft der "Lock"-Modus, in dem das maximal mögliche Drehmoment an die Hinterachse weitergeleitet wird.

Suzuki hat sich auf drei Ausstattungssvarianten beschränkt: Die frontgetriebene Einsteigerversion des Suzuki SX 4 S-Cross bleibt unter der 20 000-Euro-Marke. Für das Benziner-Basis-Modell "Club" zahlt das anvisierte junge Elternpaar 19 490 Euro. Erst die Linien Comfort und Comfort+ bieten den Allrad-Antrieb. Am Ende der Preisliste stehen 28 990 Euro für Ausstattung mit Parksensoren, Ledersitzen, Navigationssystem mit Rückfahrkamera und 17-Zoll-Alufelgen. Übrigens: Kein Mittfünziger muss sich grämen, sollte ihm der Neuzugang nicht gefallen. Der alte Suzuki SX 4 bleibt als Classic auf dem Markt.

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