Vorstellung VW Polo : Fast ein kleiner Golf

Nicht nur optisch ist der neue Polo seinem großen Bruder ähnlich. Volkswagen verspricht den innovativsten Kleinwagen auf dem Markt.

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Kleiner Bruder: Der Polo nähert sich dem Golf an. Optisch und technisch.
Kleiner Bruder: Der Polo nähert sich dem Golf an. Optisch und technisch.Foto: Promo

Demnächst könnte es passieren, dass Sie auf besondere Weise überrascht werden: Sie sehen im Rückspiegel einen VW Golf – und dann überholt Sie plötzlich ein VW Polo! Keine Zauberei, sondern schlicht das Ergebnis der jüngsten Überarbeitung des Kleinwagen-Bestsellers, von dem bislang schon 14 Millionen gebaut wurden. Der Polo nähert sich dem Golf an. Optisch und technisch. Und nächstes Jahr wird der Polo 40. Neben dem Golf, von dem bereits über 26 Millionen Stück gebaut wurden, also ein ganz wichtiges Auto für den VW-Konzern. Kein Wunder, dass sich VW-Chef Martin Winterkorn es sich nehmen ließ, höchstselbst den Neuen zu präsentieren und ihn als "bestes und innovativstes Fahrzeug der Auto-Welt" zu bezeichnen.

Nun, ein neues Auto ist der neue Polo nicht, denn er baut noch immer auf der alten Kleinwagenplattform auf. Erst der Ende des Jahres startende Skoda Fabia bekommt die neue Modulare Quer-Plattform, die technisch mehr Freiheiten und Feinheiten bietet. Dennoch ist der Polo grundlegend überarbeitet worden; man hat ja im Golf-Regal so einiges gefunden. Mithin hat sich dieser Polo nicht nur optisch an den großen Bruder angenähert, sondern auch technisch. In einigen Dingen ist er ihm gar voraus. So bekommt der Kleine ab Herbst optional LED-Vollscheinwerfer – einmalig in dieser Kleinwagen-Klasse. Acht der insgesamt 15 Farben sind neu.

Technisch das Maß aller Dinge: Der überarbeitete VW Polo ist derzeit der Kleinwagen mit den meisten Fahrerassistenzsystemen an Bord.
Technisch das Maß aller Dinge: Der überarbeitete VW Polo ist derzeit der Kleinwagen mit den meisten Fahrerassistenzsystemen an...Foto: Promo

Attraktiver, aber nicht teurer

Das Beste: Er wurde attraktiver, aber in der Einstiegsversion nicht teurer; die dreitürige Trendline-Version  mit 60 PS startet nach wie vor bei 12 450 Euro, hat aber bereits serienmäßig eine Multikollisionsbremse an Bord, welche bei einem Auffahrunfall eine Notbremsung einleitet, damit man nicht noch auf den Vordermann aufprallt. Das ist einmalig in diesem Segment, wo der überarbeitete Polo nun mit den meisten Fahrassistenzsystemen aufwarten kann.

Zudem kommt er mit einer komplett neuen Infotainment-Generation. Beachtlich: Der überarbeitete VW Polo ist derzeit der Kleinwagen mit den meisten Fahrerassistenzsystemen an Bord. Besonders hervorzuheben ist, dass VW die neue Technik zu bezahlbaren Preisen anbietet. So gibt es das Fahrkomfortpaket mit einer Müdigkeitserkennung (ab 245 Euro). Für 270 Euro ist die Rückfahrkamera Rear Assist in Verbindung mit Radio Composition Media oder Navigation Discover Media lieferbar. Auch nur 290 Euro kostet das Umfeldbeobachtungssystem Front Assist mit City-Notbremsfunktion. Das System nutzt einen in die Frontpartie integrierten Radarsensor, der permanent den Abstand zum vorausfahrenden Verkehr überwacht. Wird dieser Abstand kritisch, warnt es den F Fahrer optisch und akustisch. Reagiert er nicht, bremst das System automatisch – bis zum Stillstand.

Spaßmaschine: Der Dreizylinder-Direkteinspritzer überzeugt in der stärkeren Variante mit guter Durchzugskraft, leisem Lauf und ordentlicher Drehfreudigkeit.
Spaßmaschine: Der Dreizylinder-Direkteinspritzer überzeugt in der stärkeren Variante mit guter Durchzugskraft, leisem Lauf und...Foto: Promo

Bis zu 21 Prozent sparsamer

Eine Erweiterung ist die automatische Distanzregelung ACC, die im Bereich von 30 bis 160 km/h funktioniert. ACC hält die vorgegebene Geschwindigkeit sowie den vorgegebenen Abstand automatisch, beschleunigt oder verzögert den Polo entsprechend. Das System kostet 500 Euro in Verbindung mit Front Assist.

Und als erster VW besitzt der Polo ausschließlich Motoren, welche bereits die Euro-6-Abgasnorm erfüllen und um bis zu 21 Prozent sparsamer sind als die Vorgänger. Das ist vorbildlich. Aber: Zum Marktstart am 25. April liefert Volkswagen nicht das volle Programm. Wir hatten ja bereits festgestellt, dass die Motoren doch alte Bekannte sind. Das brandneue Triebwerk folgt erst im Sommer: Es ist sozusagen der ein Liter große Up-Dreizylindermotor mit 75 PS, der auf Direkteinspritzung und Abgasturboladung umgestellt wird und dann 95 PS leistet.

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