• VW-Drillinge im Vergleich: So gleich, so anders: Finden Sie den richtigen Zwerg!

VW-Drillinge im Vergleich : So gleich, so anders: Finden Sie den richtigen Zwerg!

Da verliert man schon mal den Überblick: Mit VW up!, Skoda Citigo und Seat Mii gehen gleich drei baugleiche Stadtautos mit zwei oder vier Türen an den Start. Schauen wir uns die Typen an, um das Konzern-Wirrwarr zu ordnen.

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Der up von VW bildet die Basis für die Ableger der beiden Konzerntöchter Skoda und Seat. Aber ist er auch die beste Wahl?
Der up von VW bildet die Basis für die Ableger der beiden Konzerntöchter Skoda und Seat. Aber ist er auch die beste Wahl?Foto: Hersteller

FÜR DEN VW UP! SPRICHT…

TROTZ HOHER KOSTEN DER SCHICK

Die Mutter aller Konzernmarken legt einen Spagat hin. VW hat einen Winzling erfunden, der sich kostengünstig bauen und an andere Marken abtreten lässt. Zugleich reklamiert man im Trio den Typen für sich, der am pfiffigsten und edelsten auftritt – dank gläserner Heckklappe und wagenfarbig lackierten Blenden im Innenraum.

FÜR SKODAS CITIGO SPRICHT…

DAS BESTE PREIS-LEISTUNGSVERHÄLTNIS

Die Tschechen machen beim Citigo das, was sie am besten können: Sie punkten, weil sie nüchtern kalkulieren. So kommt der Citigo ohne Sperenzchen aus; verzichtet auf Klavierlack, bunte Gimmicks oder besondere Stoffe. Klar, der Lifestyle-Faktor des up! ist höher. Aber wer sich für einen Skoda interessiert, der spart gerne handfest.

Der up macht sich besonders schick. Im Vergleich dazu wirken der Mii von Seat und der Citigo von Skoda fast hausbacken.
Der up macht sich besonders schick. Im Vergleich dazu wirken der Mii von Seat und der Citigo von Skoda fast hausbacken.Foto: Hersteller

Da waren wohl Heerscharen von Stragtegen zugange, um zu verschleiern, wie aus einem baugleichen Auto drei verschiedene gezaubert werden können. Skoda Citigo, Seat Mii und VW up! laufen alle in Bratislava vom Band. Sie unterscheiden sich optisch an Front und Heck – vor allem aber beim Preis und der Ausstattung.

GEMEINSAMKEITEN I: DIE MOTOREN

Das Trio ist nur mit identischen, ausreichend laufruhigen Dreizylindern zu haben; jeweils in Ausbaustufen von 65 oder 75 PS. Unser Eindruck: Für die Stadt und gelegentliche Ausflüge reicht der kleine Antrieb – trotz Anfahrschwäche. Auf unseren Probierfahrten lagen die Verbräuche damit bei um die sechs Liter. Die Fünfgang-Handschaltung arbeitet sauber; eine Halbautomatik wird später folgen.

GEMEINSAMKEITEN II: DAS FAHRGEFÜHL

Für Kühle Rechner bietet der Citigo von Skoda klare Vorteile.
Für Kühle Rechner bietet der Citigo von Skoda klare Vorteile.Foto: Hersteller

Unterwegs glänzen die Geschwister allesamt mit einem unerwartet großzügigen Raumangebot und einem für diese Klasse sehr passablen Fahrwerk. Da sieht nicht nur der hoppelnde Smart alt aus. Alle Konzern-Brüder sind mit zwei oder (475 Euro extra) vier Türen lieferbar, was den Anspruch eines "erwachsenen Autos“ unterstreicht. Aufgrund des Kasten-Designs genießen die Köpfe der hinten Mitfahrenden viel Freiheit; die Knie stehen naturgemäß im ständigen Kontakt mit den Vordersitzen. In den Kofferraum passen zwei Sprudelkisten nebeneinander, immerhin; die Rückbank lässt sich gegen Aufpreis geteilt umlegen. Der Innenraum ist funktional und verzichtet auf Spielereien. Fatalerweise verwehren die Ingenieure dem Fahrer generell die Möglichkeit, das Beifahrerfenster vom Lenkrad aus zu öffnen – anno 2012 eine Frechheit. Das aufsteckbare Navi von Navigon schmückt optional alle drei Modelle. Es zählt nicht zu den schnellsten, gefällt aber durch die gute Sprachqualität über die Musikanlage.

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