VW T 5 : Automatisch Grip

VW bietet den neuen T 5 erstmals in der Kombination Allrad plus Doppelkupplungsgetriebe an.

Dass der T 5 für große Familien der bessere Pkw ist, hat sich längst herumgesprochen. Jedenfalls bei denen, die keine Berührungsängste mit einem Kleinbus haben, nur weil er kastig vor der Haustür steht. VW ist Marktführer in diesem „Hauptsache-Platz-Segment“ – was natürlich an der Vielfalt (Multivan, Transporter, Caravelle) und der Variabilität liegt, aber auch am Komfort und an der Leistung, die die ursprünglichen „Nutzfahrzeuge“ inzwischen bieten. Im letzten Jahr kam die neue Generation des T 5 zu den Händlern. Jetzt legt Volkswagen nach: Der 4Motion startet. Der Allrad kann mit dem 103 kW/140 PS und dem 132 kW/180 PS starken Diesel kombiniert werden; die Preise für den Multivan Startline 4Motion beginnen bei 37 316 Euro. Neu ist die bestellbare Kombination von Allrad mit Automatik, wobei VW gleich auf ein selbst entwickeltes, siebenstufiges Direktschaltgetriebe setzt.

Das Allradsystem aus Wolfsburg funktioniert nach dem bekannten Prinzip: Eine hydraulisch betätigte und elektronisch angesteuerte Haldex-Kupplung schaltet bei Bedarf die Hinterachse zu. Auf trockener, griffiger Straße fährt der Multivan also immer als ganz normaler Fronttriebler. Auf kritischen Untergründen melden die Radsensoren bereits kleinste Unterschiede in den Raddrehzahlen – und sofort werden die Hinterräder zugeschaltet. Der Fahrer merkt davon nichts und braucht sich auch sonst um nichts zu kümmern. Wie schnell und unmerklich der T 5 auf alle Viere umschaltet, kann begeistern und ist Folge eines ziemlich komplizierten Zusammenspiels von über 40 Messgrößen. Ausführendes Organ ist jedoch eine blitzschnell reagierende Hydraulik-Pumpe mit Druckspeicher, die über eine Lamellenkupplung Vorder- und Hinterachse zusammenspannt. Das Ganze geschieht sogar stufenlos, so dass eine variable Momentverteilung stets die richtige Menge an Antriebskraft auf die Hinterräder weiterleitet.

Auch wenn der Allrad 5 generell ohne Geländeuntersetzung auskommen muss, machte er bei einer ersten Ausfahrt am winterlichen Tegernsee einen hervorragenden Eindruck. Den Wechsel von eisglatter Fahrbahn, festgefahrenem Schnee und trockenem Asphalt meistert der VW selbst an starken Steigungen souverän. Beim Anfahren hilft dort eine elektronische Hilfe, die (ebenso wie das ESP und eine Gespannstabilisierung) beim 4Motion stets Serie ist. Der Allradspaß im T 5 beginnt beim 103 kW/140 PS starken TDI. Für diesen Motor ist das siebenstufige Doppelkupplungsgetriebe DSG allerdings nicht zusammen mit dem Allradantrieb zu haben. Der stärkste TDI mit 132 kW/180 PS Leistung ist als 4Motion erst ab der kostspieligen Comfortline-Reihe erhältlich und kostet dann 52 395 Euro. Doch es geht noch teurer: 58 536 Euro muss hinblättern, wer den Highline 4Motion mit DSG haben will. Immerhin: Die Ausstattung ist hier ziemlich vollständig.

Sowohl das (überzeugende) DSG-Getriebe als auch der Allradantrieb verursachen naturgemäß Mehrverbrauch im Vergleich zu den Standardversionen. Beim Multivan Comfortline mit 180 PS beispielsweise summieren sich der Mehrverbrauch des Allradantriebs und des DSG-Getriebes auf insgesamt rund 12,5 Prozent. Dadurch steigt der Durchschnittsverbrauch von 7,8 auf 8,8 Liter je 100 Kilometer. Zum Vergleich: Der alte T 5 mit 5-Zylinder-Pumpe-Düse-Motor und 128 kW/174 PS verbrauchte als 4Motion sogar 9,2 Liter je 100 Kilometer. Mit der alten Wandlerautomatik und Frontantrieb kamen gar 9,7 l/100 km zustande. Das Downsizing auf den neuen 2,0-Liter-TDI hat sich also gelohnt. eric/rod

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