VW Touareg gebraucht : Selten, aber gut

Der große Durchbruch war dem VW Touareg nie vergönnt. Er stand stets im Schatten der Premium-SUVs, wie dem Audi Q7 oder BMW X5. Dabei ist der Wolfsburger ein grundsolides Auto und als Gebrauchter eine gute Wahl. Allerdings wird man wohl an der örtlichen Tankstelle ein bekanntes Gesicht werden.

Die Nachfrage nach dem VW Touareg ist stark zurückgegangen. Als Gebrauchter ist er dennoch eine Empfehlung.
Die Nachfrage nach dem VW Touareg ist stark zurückgegangen. Als Gebrauchter ist er dennoch eine Empfehlung.Foto: Hersteller

Große SUVs sind in der Beliebtheit der Autofahrer auf dem absteigenden Ast. Das hat jüngst die Erhebung "Trend-Tacho" der Sachverständigenorganisation KÜS ergeben, nach der immer weniger potenziellen Autokäufern der Sinn nach sportlichen Geländewagen steht.
Dazu passt auch, was der ADAC über den VW Touareg schreibt: Weil die Zulassungszahlen eingebrochenen seien, sei der Bestand des Wolfsburger SUVs mittlerweile so klein, dass es der Wagen zuletzt nicht mehr in die offizielle Pannenstatistik des Clubs schaffte. Was nichts daran ändert, dass der Allradler entgegen seiner imposanten Erscheinung bei technischen Patzern recht unauffällig bleibt.
Allgemein fielen dem ADAC beim Touareg hauptsächlich Batterie- und Reifenpannen auf. Hinzu kommen bei Exemplaren der ersten Generation von 2004 ausgebrochene Öleinfülldeckel sowie vereinzelt Probleme mit der Zentralverriegelung, der Feststellbremse und den hinteren Gurtschlössern.
Bei der Kfz-Hauptuntersuchung schneidet der Touareg bis dato überdurchschnittlich gut ab: Gerade auch ältere Modelle machen dabei vergleichsweise wenig Ärger, heißt es im "TÜV-Report 2013". Allerdings schlage sich der Volkswagen Touareg mit einem für Allradler typischen Manko herum: hoher Ölverlust. Auch häufen sich laut dem TÜV bei bis zu dreijährigen Exemplaren Mängel an den Heckleuchten.

Zweite Generation seit 2010 auf dem Markt
Ende 2002 kam der VW Touareg erstmals auf den Markt. Vielen Kunden war die Fahrzeuggattung SUV damals noch nicht vertraut, wenngleich der Wolfsburger nicht der erste seiner Art war. ESP und sechs Airbags gehörten von Beginn an zur Serienausstattung, das höhenverstellbare Luftfederfahrwerk kostete extra. Anfang 2007 bekam der Touareg eine Modellpflege, die unter anderem Designänderungen an Front und Heck brachte. Anfang 2010 stellte VW die zweite Generation vor und erneuerte wenig später den beliebten V6-Dieselmotor, der 2004 eingeführt wurde und immer über einen Rußpartikelfilter verfügt.

Anfangs gab es für den Touareg nur zwei Motoren: einen V6-Benziner und einen V10-Diesel. Die über die Jahre eingebauten Benziner leisten je nach Modell zwischen 162 kW/220 PS und 331 kW/450 PS. Diesel gibt es mit 128 kW/174 PS ebenso wie mit 258 kW/350 PS. Seit 2010 ist auch eine Hybridversion mit einer Systemleistung von 245 kW/333 PS im Programm.
Der Touareg Hybrid mit V6-Benziner und E-Motor von 2010 kostet als Gebrauchter laut der Schwacke-Liste mindestens 45 100 Euro (durchschnittliche Laufleistung: 39 100 Kilometer). Damit liegt er knapp 30 000 Euro unter Neupreis. Wer nach einem gleich alten Touareg 3.0 V6 TDI Blue Motion DPF Automatik Exclusive mit 150 kW/205 PS Ausschau hält, muss um die 43 500 Euro einplanen (51 050 Kilometer). Aber auch schon für rund 11 700 Euro ist das VW-SUV zu haben: als 162 kW/220 PS starker Benziner Touareg 3.2 V6 Automatik von 2002 (135 200 Kilometer). (dpa)

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