Was Autofahrer wissen sollten : Wann ist Hupen erlaubt?

Es gibt viele Gründe, auf die Hupe zu drücken: wenn der Vordermann die grüne Ampel verschläft, ein Lieferwagen das Auto zuparkt oder man im Autokorso zur Hochzeit fährt. Doch wann ist Hupen eigentlich erlaubt?

Kleines Horn mit großer Wirkung: Wenn Autofahrer aus Frust oder Ungeduld hupen, müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.
Kleines Horn mit großer Wirkung: Wenn Autofahrer aus Frust oder Ungeduld hupen, müssen sie mit einem Bußgeld rechnen.Foto: Mike Wolff HF

Mal kurz auf die Hupe drücken, wenn der Vordermann an der Ampel zu langsam ist. Einen guten Bekannten auf dem Bürgersteig per Hupsignal grüßen. Oder Dauerhupen im Autokorso auf dem Weg zur Hochzeitsfeier oder nach dem Sieg der Fußballmannschaft. Alles nicht ungewöhnlich im Alltag, aber leider auch nicht zulässig, erklärt der Tüv Nord. Denn auf die Hupe drücken darf laut Straßenverkehrsordnung nur, „wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt oder sich oder andere gefährdet sieht“.

Die Geldstrafe kann auch höher ausfallen

Hupen ist demnach ausschließlich als Warnsignal erlaubt, das heißt, wenn ein unmittelbares Risiko für andere Verkehrsteilnehmer besteht. Gleiches gilt für die „Lichthupe“, also das kurze Einschalten des Fernlichts. Innerorts darf beim Ankündigen eines Überholvorgangs grundsätzlich nicht gehupt werden, sondern nur in einer Gefahrensituation, zum Beispiel, wenn ein Fußgänger unachtsam die Fahrbahn betritt.

Unerlaubtes Hupen kann mit einen Bußgeld von zehn Euro belegt werden. In Einzelfällen haben Gerichte auch schon deutlich höhere Geldstrafen ausgesprochen, zum Beispiel, wenn ein Autofahrer einen Radfahrer durch Hupen so sehr erschreckt, dass dieser stürzt. (dpa)

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