Auto : Was sind sie vernünftig, die kleinen Strolche!

Fabia, Fabia Combi und Roomster: Skoda spendiert dem Dreierpack neue Motoren

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Sie kennen das: Als Mediziner werden Sie auf jeder Party gefragt, was man denn am besten gegen dieses oder jenes Wehwehchen tun könne. Den Autoredakteuren geht es zuweilen genauso: Was würdest Du denn kaufen, werden wir immer wieder gefragt. Angenommen, Du hättest 20 000 Euro im Budget. Nun, antworten wir dann in schöner Regelmäßigkeit, das beste Preis-Leistungsverhältnis kriegst Du nach wie vor bei Skoda.

Okay, das ist ziemlich pauschal und lässt sich im subjektiven Einzelfall auch mühelos widerlegen. Aber die Richtung ist ebenso klar wie nachweisbar: Was die Tschechen auch an den Start bringen, es ist durchweg von exzellenter Bauart. In Sachen Qualität profitiert die Marke vom VW-Mutterkonzern, ohne in diesem unterzugehen – aktuell zu besichtigen bei Fabia, Fabia Combi und Roomster, denen im Zuge eines Facelifts gerade eine Frischzellenkur verpasst wurde.

Die drei Geschwister ähneln sich vorne wie Drillinge; in der Mitte und hinten gehen sie dann Nutzart-bedingt eigene Wege. Akzente setzt jeder auf seine Art: Der Fabia, wenn man ihn zu einer kräftigen Farbe mit weißem Dach ordert; der Hochdachkombi Roomster durch seinen Knick in der Seitenscheibe; und der Fabia Combi durch sein eigenwilliges Heck.

Optisch hält sich das Neue wie bei vielen Facelifts in Grenzen. Da muss man schon ein ausgewiesener Markengänger oder ein Typ fürs Feine sein, um das Fresh-up zu würdigen: Die „stärker betonten horizontalen Linien“, wie Chef-Designer Josef Kaban es formuliert; die breiteren Scheinwerfer; der Kühlergrill mit einer Spange, die jetzt in Chrom glänzt. Da steckt mehr Arbeit drin, als man sieht, sagen die Entwickler, mehr noch, im vorderen Teil der Autos sei nachgerade „kein Teil unbeachtet“ geblieben.

Sinn der Mühe war vor allem der Einsatz neuer Motoren in den beliebten Schwestermodellen – zum Großteil aufgeladene Aggregate, die dem allseits postulierten Prinzip des Downsizing folgen: Weniger Hubraum, dafür mehr Turbo und Benzineinspritzung. Besondere Beachtung unter Sparfüchsen, wie sie im Segment der Kompakten besonders zahlreich unterwegs sind, dürften zwei Dreizylinder finden. Die beiden 1,2-Liter-HTP kommen mit wahlweise 60 PS oder 69 PS. Im Stadtverkehr machen sie keinen schlechten Eindruck – was tatsächlich auch an der von Skoda hervorgehobenen Geräuschdämmung liegt.

Unser Favorit aber ist der aufgeladene 1.2-Liter-TSI, den wir schon in anderen Konzernmodellen beklatscht haben. Lieferbar mit 86 PS oder mit 105 PS, zeigt die Maschine eindrucksvoll, wie sparsam ein Dynamiker sein kann: 5,3 Liter. Auf Wunsch kann hier das sanft und schnell schaltende 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe dazu geordert werden. Bei den Dieseln hat der Kunde die Wahl zwischen dem 1.6er TDI mit 90 PS oder 105 PS.

Über die ausgezeichnete Verarbeitung muss man bei Skoda inzwischen nicht mehr viel sagen. Die Preise beginnen bei 10 580 Euro (Fabia), 11 180 Euro (Fabia Combi) und 13 150 Euro (Roomster).

Eric Metzler

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