Wirtschaftskrise : Und wenn der Hersteller pleite macht?

Kunden können sich an den Händler halten.

Durch die Wirtschaftskrise sind einige Autohersteller heftig ins Trudeln geraten. Autokäufer müssen sich aber auch bei einer möglichen Zahlungsunfähigkeit ihrer Marke keine Sorgen machen. Zumindest berichtet das der Auto-Club Europa ACE: Die Verbraucherrechte seien bei einer Herstellerinsolvenz nicht berührt. Denn in der Regel gingen Kunden und Hersteller keine vertraglichen Beziehungen ein, so ACE-Jurist Volker Lempp. Diese bestehen immer zwischen Kunde und Händler.

Nur wenn der Hersteller eine sogenannte Herstellergarantie abgegeben habe, drohe mit dessen Pleite auch der Verlust des Garantiegebers. Allerdings fällt das laut Lempp kaum ins Gewicht, da Endverbraucher auf solche Garantien nur in seltenen Fällen zurückgreifen müssen. Im Normalfall reichten Autokäufern die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche, um ihre Verbraucherrechte durchzusetzen. Die Frist beträgt zwei Jahre ab Übergabe des Autos. Das gilt nach Angaben des ACE-Juristen etwa für die Behebung von Fahrzeugmängeln, Ersatzlieferungen, Vertragsminderungen und eine mögliche Rückgängigmachung des Kaufvertrags. Auch der Anspruch auf Schadensersatz falle darunter. Der Händler müsse selbst dann für Fehler geradestehen, wenn er sie nicht selbst zu verantworten habe, sagt Lempp. Dabei spiele es auch keine Rolle, ob sich der Händler später beim Hersteller schadlos halten könne oder ob er selbst zahlen müsse. dpa

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