Zu wenig Reifendruck erhöht Bremsweg und Spritverbrauch : Nur selten kontrolliert

Es ist November - wer jetzt noch mit Sommerreifen unterwegs ist, sollte dies schnell ändern. Wichtig: Die Reifen brauchen den richtigen Luftdruck. Doch den kontrollieren viele Autofahrer eher selten.

Zeit für die Winterreifen: Nicht nur beim Reifenwechsel, auch sonst sollte der Luftdruck regelmäßig kontrolliert werden.
Zeit für die Winterreifen: Nicht nur beim Reifenwechsel, auch sonst sollte der Luftdruck regelmäßig kontrolliert werden.Foto: Emily Wabitsch/dpa

Haben die Autoreifen genug Luft? Diese Frage können viele Fahrzeugbesitzer offenbar nicht mit Sicherheit beantworten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des Tüv Rheinland. So überprüfen rund vier von zehn (41 Prozent) Autobesitzer nur ein- bis viermal im Jahr den Luftdruck der Reifen. Immerhin jeder Dritte (33,2 Prozent) tut dies fünf- bis zehnmal. Noch häufiger, nämlich 11- bis 15-mal checkt etwa jeder Sechste (18 Prozent) den Reifendruck. Knapp 7 Prozent verlassen sich ausschließlich auf die Inspektion in der Werkstatt, und fast 1 Prozent überprüft den Luftdruck gar nicht. Befragt wurden bundesweit 1136 Autobesitzer.

Nicht auf die Inspektion verlassen

Was viele nicht bedenken: Zu wenig Luft im Reifen verschlechtert nicht nur das Fahrverhalten, erklärt der ADAC. Auch der Bremsweg kann sich dadurch erheblich verlängern. Ein Beispiel: Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h beträgt der Bremsweg bei richtigem Reifendruck 52 Meter. Bei zu geringem Druck können es bis zu 57 Meter werden, erklären die Experten. Das erhöht die Gefahr von Unfällen.

Zusätzlich steigt bei Reifen mit zu geringem Luftdruck der Spritverbrauch. Nach Angaben des ADAC verbraucht ein Auto zwei Prozent mehr, wenn der Luftdruck in den Reifen 0,4 Prozent zu gering ist. Der Tüv Rheinland empfiehlt, sich nicht auf die Inspektion in der Werkstatt zu verlassen. Ein Grund: Moderne Autos haben mitunter sehr lange Serviceintervalle von bis zu zwei Jahren. (dpa)

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