• ZUM BEISPIEL VOLKSWAGEN: AUCH DIE WOLFSBURGER STARTEN EINEN NEUEN VERSUCH MIT DEM STUFENHECK: Die Amis haben ihn schon, nach Deutschland kommt er nächstes Jahr: Der erste Jetta, der kein Golf ist

ZUM BEISPIEL VOLKSWAGEN: AUCH DIE WOLFSBURGER STARTEN EINEN NEUEN VERSUCH MIT DEM STUFENHECK : Die Amis haben ihn schon, nach Deutschland kommt er nächstes Jahr: Der erste Jetta, der kein Golf ist

WAS BITTE IST AM JETTA SPANNEND?

Zum Beispiel, dass er sich bei uns nie so recht durchsetzen konnte. Und dass er sich so herrlich aufziehen ließ. Ein Golf mit Rucksack! Ja, das Stufenheck wurde verspottet, ein gar hässlich Teil mit hübscher Auslage für die gehäkelte Klorolle. Das Image des Biederen schleppte der alte Jetta immer und überall mit sich herum. Daran vermochten auch die zeitweiligen Umtaufen in Vento und Bora nichts zu ändern. In den USA, ehrlich, da mag man den Jetta; dort ist er der bekannteste, erfolgreichste VW – auch wenn er mit knapp 90 000 Verkäufen im letzten Jahr längst nicht so erfolgreich war wie ein Toyota Corolla (268 000) oder ein Honda Civic (214 000).

WIE SIEHT ER DRÜBEN AUS, DER NEUE?

Besser, viel besser – aus einer lieblosen Stummelversion hat Volkswagen eine eigenständige, modern gezeichnete und vor allem ausgewachsenen Limousine gemacht: 4,64 Meter sind ein Wort, 40 Zentimeter mehr als beim Golf. Innen bietet der US-Jetta jetzt anders als sein Vorgänger eine Anmutung und eine Atmosphäre, wie wir sie in Europa gewohnt sind. Das ist umso bemerkenswerter, als der Einstiegspreis in Amerika als brutalstmögliche Ansage an die anderen Importeure verstanden werden kann: bei 15 995 US-Dollar geht das Stufenheck-Vergnügen drüben los. Wir wiederholen: bei 15 595 Dollar. Das entspricht etwa 13 000 Euro.

15 595 DOLLAR GLEICH 13 000 EURO?

Schön wär’s. Hierzulande wird der neue Jetta deutlich teurer, wenn er nächstes Jahr in den Handel kommt. Mit 20 000 Euro werden Anhänger des Stufenhecks wohl rechnen müssen. Einmal, weil VW in Deutschland eben kein Hinterbänkler ist, der sich mit Kampfpreisen strecken muss (das sagen wir). Und zum anderen, weil der US-Jetta für Europa mit einem besseren Fahrwerk und einer modernen Motorenpalette gesegnet sein wird (das sagt VW). Die Katalogvarianten werden dem heimischen Markt und der etablierten Nomenklatur angepasst: Trendline, Comfortline, Highline; dabei liegen Ausstattungsniveau und Detailverarbeitung generell auf höherem Niveau.

WAS BIETET DIE DEUTSCHE FASSUNG?

Vor allem eine zeitgemäßere Auswahl bei den Motoren. Anders als den Amis steht den Deutschen dieselseitig nicht nur der 2.0 TDI mit 140 PS zur Verfügung, sondern auch der 1.6 TDI mit 105 PS. Bei den Benzinern bekommen wir die Auswahl zwischen gleich vier TSI-Motoren (105 bis 200 PS); in der Neuen Welt dagegen ist in der Kombination Direkteinspritzung/Turboaufladung nur der stärkste zu haben. Die deutsche Version wird es (vom Basisaggregat abgesehen) jeweils auch mit einem schnell schaltenden Doppelkupplungsgetriebe DSG geben. Für 2012 ist eine Hybridversion des Jetta für die USA und Japan geplant. Ob er auch in Deutschland startet, ist offen.

UND WIE WAR DIE PROBIER-RUNDE?

Komfortabel. Das Fahrwerk ist weicher abgestimmt als im Golf – jedenfalls in Amerika, wo Autobahnfahrten langsamer vonstattengehen. Deshalb begnügt sich die US-Version hinten mit einer simplen Verbundlenkerachse – Gruß an den Einstiegspreis. Unabhängig von nationalen Märkten sind die Platzverhältnisse: Hinten, wo in der Mittelklasse zig Konkurrenten patzen, begeistert der Jetta mit viel Beinfreiheit. Auch der schnickschnackfreie Kofferraum glänzt mit reichlich Nichts: 510 Liter Ladevolumen sind not so bad. Zumindest an dieser Stelle können deutsche Käufer vom amerikanischen Ursprung des Projekts All-new-Jetta profitieren: Big is better. eric

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