Der Tagesspiegel : Mordfall Ulrike: Verdächtiger gefasst

Im Mordfall der zwölfjährigen Ulrike aus Eberswalde ist ein Tatverdächtiger gefasst worden. Nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen" handelt es sich um einen vorbestraften Mann Mitte 20 aus dem brandenburgischen Landkreis Oder-Spree. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) bestätigte die Festnahme. Es sei aber noch nicht klar, ob es sich tatsächlich um den Mörder handele.

Nach Angaben der Zeitung hat der Festgenommene die Tat nicht gestanden. Das Ergebnis eines Gentestes, der 100-prozentige Sicherheit schaffen soll, stehe noch aus. Trotzdem sei die Beweislage erdrückend, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Ermittler. Ein Ermittler sagte, es handele sich um eine "sehr heiße Spur". Dagegen sagte Justizsprecherin Friederike Bodenstein: "Wir können nicht bestätigen, dass wir den Mörder haben."

Die Schülerin aus Eberswalde war am 22. Februar verschleppt worden. Ihre Leiche wurde zwei Wochen später in einem Waldgebiet bei Werneuchen im Osten Brandenburgs entdeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde das Kind sexuell missbraucht und dann erwürgt oder erdrosselt.

Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) sagte zu der Nachricht, er hoffe, dass die intensiven Bemühungen der Polizei zur Ergreifung des Täters geführt haben. Endgültige Klärung könnten aber nur die weitere Beweiserhebung und der Gentest bringen, erklärte er in Potsdam. Nach Angaben der Zeitung wurde der Verdächtige gestern gegen 14 Uhr in einer Kleinstadt im Oder-Spree-Kreis festgenommen. Dabei habe er keinen Widerstand geleistet. Der Mann war nach Informationen der Zeitung bisher nicht als Sexualstraftäter bekannt, jedoch soll er wegen Autoaufbrüchen aktenkundig sein. Laut Zeitung hat die Polizei auch Spuren in die "Autoknacker-Szene" akribisch verfolgt. Der Mord hatte seinen Ausgang mit einem Autodiebstahl genommen.

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