Der Tagesspiegel : Moskau sagt Washington Hilfe im Geldstreit mit Nordkorea zu

Washington - Russland hat den USA Unterstützung bei der Freigabe eingefrorener Gelder für Nordkorea zugesagt. Washington arbeite mit den russischen Behörden sowie denen von Macao zusammen, um den Transfer eingefrorener Gelder von der Banco Delta Asia (BDA) in Macao zu erleichtern, sagte eine Sprecherin des US-Finanzministeriums am Montag (Ortszeit) in Washington. Sie lobte „den guten Willen“ Russlands sowie „die gute Zusammenarbeit“ der BDA.

Russland sagte laut südkoreanischer Nachrichtenagentur Yonhap zu, als Vermittler die seit Herbst 2005 eingefrorenen 25 Millionen Dollar entgegenzunehmen. Laut USA sind die Gelder bereits seit März freigegeben. Andere Banken hatten jedoch Bedenken, das Geld der BDA entgegenzunehmen, da die USA sowohl die Bank in Macao der Geldwäsche für Nordkorea bezichtigt hatten, als auch zuvor andere Geldinstitute bei Geschäften mit Pjöngjang mit US-Repressionen zu rechnen hatten. Die Freigabe der Gelder ist Teil der Einigung über einen Stopp des nordkoreanischen Atomprogramms, die im Februar zwischen Nord- und Südkorea, China, Japan, Russland und den USA ausgehandelt worden war.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigt sich wegen neuer Anschuldigungen Washingtons gegen Pjöngjang „besorgt“. Die USA hatten der nordkoreanischen Führung vorgeworfen, Hilfsgelder des UN-Entwicklungsprogramms UNDP in Höhe von drei Millionen Dollar zum Kauf von Immobilien im Ausland veruntreut zu haben. Das UNDP sagte, die Vorwürfe deckten sich nicht mit seinen eigenen Untersuchungen. Ban sprach sich für eine weitere Prüfung des Falls aus. AFP