Museumsinsel : Schädlinge: Bode-Museum muss saniert werden

Vor rund einem Jahr erst wurde es eröffnet, heute sind schon wieder Teile geschlossen: Das Bode-Museum hat mit Schädlingen im Obergeschoss zu kämpfen. Kunstwerke sind aber angeblich nicht betroffen.

Bode
Beliebt, aber zum Teil schon wieder geschlossen: Das Bode-Museum auf der Museumsinsel. -Foto: dpa

BerlinNur 15 Monate nach der feierlichen Wiedereröffnung muss das Berliner Bode-Museum wegen Wartungsarbeiten schon wieder teilweise geschlossen worden. Wegen Schädlingsbefalls im neuen Parkettboden seien zwei Drittel des Obergeschosses für die Besucher gesperrt, teilten die Staatlichen Museen zu Berlin mit. Bis Anfang April sollen die Arbeiten beendet sein.

Weil bei Routinekontrollen ein Schädlingsbefall festgestellt wurde, behandle man den Parkettboden mit Mikrowellen. Gleichzeitig schütze man die Kunstwerke in den betroffenen Räumen mit Stickstoffzelten. Damit sei sichergestellt, dass die Schädlinge vernichtet werden und ein Befall von Kunstwerken ausgeschlossen ist. Besonders heikel: Im Obergeschoss befindet sich die Skulpturensammlung aus Holz.

Die Einrichtung auf der Berliner Museumsinsel war im Oktober 2006 nach einem jahrelangen Umbau wiedereröffnet worden. Die Sanierung des wilhelminischen Prachtbaus kostete rund 162 Millionen Euro. Im ersten Jahr nach der Wiedereröffnung hatte das Bode-Museum mit seinen zahlreichen Kunstschätzen etwa 700.000 Besucher angelockt. (jvo/dpa)

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