Musikpreis : Duffy räumt bei den Brit Awards ab

Die walisische Sängerin Duffy hat bei den diesjährigen Brit Awards abgeräumt. Mit leeren Händen trotz vier Nominierungen musste dagegen die britische Band Coldplay die Gala verlassen.

Duffy
Siegerin des Abends: Duffy.Foto: dpa

LondonDuffy wurde als beste britische Solokünstlerin und beste britische Newcomerin ausgezeichnet und erhielt für "Rockferry" noch den Preis für das beste britische Album. Für seine Arbeit an dem im vergangenen Jahr weltweit am meisten verkauften Debüt-Album erhielt zudem Bernard Butler den Preis als bester britischer Produzent des Jahres. Mit Tränen in den Augen nahm Duffy die Auszeichnungen entgegen: "Ich kann Euch nicht sagen, was das nach fünf Jahren bedeutet - vielen Dank", sagte die 24-Jährige, die zu Beginn des Monats schon einen der begehrten US-Musikpreise Grammy bekommen hatte.

Zweiter Sieger des Abends war die US-Band Kings of Leon, die als beste internationale Band ausgezeichnet wurde und für ihr Album "Only By the Night" auch den Preis für das beste internationale Album erhielt. Die in ihrer Heimat nur mäßig erfolgreichen Musiker bedankten sich bei ihren britischen Fans: "Ihr habt die Kings of Leon geschaffen, also viel Glück bei dem Versuch, uns loszuwerden", sagte Sänger Caleb Followill.

Standing Ovations für Elbow

Mit stehenden Ovationen feierten die Fans der Indie-Band Elbow deren Auszeichnung als beste britische Gruppe. "Das ist wirklich besonders", sagte der Sänger der schon 1991 in Manchester gegründeten Gruppe, Guy Garvey. "Wir lieben es, wo wir leben und wir lieben es, Musik zu machen. Bei diesen Feiern dabei zu sein, ist wirklich eine große Sache."

Zum besten britischen Solo-Künstler wurde der ehemalige The Jam-Sänger Paul Weller gekürt, der die Auszeichnung über eine Video-Schaltung erhielt. Bester internationaler Solo-Künstler wurde der Rapper Kanye West. Die US-Sängerin Katy Perry gewann den Preis als beste internationale Solokünstlerin und das Rock-Urgestein Iron Maiden den Preis als bester britischer Live-Act. Die Pet Shop Boys wurden für ihren herausragenden Beitrag zur Musik ausgezeichnet. In einer Live-Abstimmung wurden der Pop Band Girls Aloud und ihrem Lied "The Promise" die Auszeichnung für die beste britische Single zugesprochen - was Sängerin Sarah Harding freudig mit den Worten kommentierte: "Das wurde auch Zeit!"

Die britische Band Coldplay hatte bei den Brit Awards kein Glück: Konnte sie bei den Grammys noch drei Auszeichnungen einheimsen, so ging sie in London trotz vier Nominierungen gänzlich leer aus. (sba/AFP)