Musikrechte : Fußball-WM beschert Gema Rekord-Gewinn

Dank der Fußball-WM im letzten Jahr hat die Gema ein Rekord-Ergebnis eingefahren. Die Gesellschaft sieht sich in ihrer Rolle als weltweit führenden Musik-Rechte-Händler gestärkt.

MünchenDie euphorisch gefeierte Fußball-Weltmeisterschaft mit vielen öffentlichen Großveranstaltung hat bei der Verwertungsgesellschaft Gema im vergangenen Jahr zu einem Rekordergebnis beigetragen. An die Mitglieder könnten erstmals mehr als 750 Millionen (Vorjahr: 731,9 Mio) Euro ausgeschüttet werden, teilte die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte anlässlich ihrer Mitgliederversammlung mit. Bei Einnahmen von insgesamt 874 Millionen Euro seien die Kosten auf unter 14 Prozent gesenkt worden. Die Gema könne damit ihre Rolle als eine der weltweit führenden Autorengesellschaften für Musik auch "in einer Zeit fundamentalen Wandels" weiter festigen, erklärte Gema-Vorstandschef Harald Heker.

In diesem Jahr könne man die guten Zahlen aus 2006 allerdings voraussichtlich nicht mehr erreichen, da positive Sondereffekte fehlten. Zu den größten Herausforderungen gehöre weiter die stark zunehmende Musiknutzung vor allem im Online-Bereich. "Hier müssen wir weiter intensiv darauf hinwirken, den Anspruch des kreativen Schöpfers, der mit seiner Musik etwas Originales schafft, auf einen gerechten Lohn für seine Arbeit konsequent durchzusetzen", erklärte Heker. Weiterhin arbeite man an der Modernisierung der Gema, um langfristig die wirtschaftliche Basis für die Mitglieder zu sichern und so wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Gema vertritt die Urheberrechte von mehr als 60.000 Mitgliedern - darunter Komponisten, Textautoren und Musikverleger - sowie von mehr als einer Million Rechteinhabern aus aller Welt. Sie zählt sich selbst zu den größten Autorengesellschaften für Werke der Musik weltweit. 2005 hatten sich die Einnahmen auf 852,2 Millionen Euro belaufen. (mit dpa)